Worauf sie sich verlassen können

Aktuell bei mir um die Ecke

Ich habe keine Ahnung, wer Esther Bejarano ist. Was ich weiß, ist, dass ich selbst schon einmal von der selbst ernannten „Antifa“, die so antifaschistisch ist, wie der „antifaschistische Schutzwall“ – besser bekannt als „Die Mauer“, es war, als Nazi beschimpft wurde, der ich nicht bin. Wenn es noch eines Beweises der Aussage des italienischen Antifaschisten Ignazio Silone bedurfte, dass wenn der Faschismus wiederkehrt, er nicht nicht sagen wird: „Ich bin der Faschismus“ – Nein, er wird sagen: „Ich bin der Antifaschismus“, dann wurde er damit geliefert. Mittlerweile Alltag hierzulande: Selbst ernannte „Antifaschisten“, also die eigentlichen Faschisten, legen fest, wer „Nazi“ ist und wer nicht. Der Staat lässt diese „Antifaschisten“ nicht nur weitgehend unbehelligt, sondern pampert sie auch noch. Darauf können sich diese Nazis, im Gegensatz zu Esther Bejaranos Annahme, in ihrem Kampf gegen vermeintliche Nazis verlassen. – Ich kämpfe nicht, noch nicht einmal gegen die Nazis der „Antifa“, und ich ziehe auch nicht in den Krieg. Das Kämpfen und in den Krieg ziehen überlasse ich all jenen, die immer einen Feind brauchen. Ich bete für sie. Darauf können sie sich verlassen.

Von der Verwirrung der Unnützen und Verwirrten

Wer jetzt noch schläft, wacht nicht mehr auf (frei nach Rilke)

Der Christian ist verwirrt und kriegt es nicht mehr zusammen. Die Rede ist von Christian Drosten, genauer: Christian Heinrich Maria Drosten, seines Zeichens Professor, Lehrstuhlinhaber und Institutsdirektor an der Charité in Berlin. Nachdem der arme Christian nun viele Jahre versucht hat, uns mittels Computersimulationen zu verwirren, ist er jetzt selbst verwirrt. So etwas kommt vor. Das Problem ist auch nicht die Verwirrung vom Christian, mit der muss er selber klarkommen, sondern die vielen vom Christian Verwirrten hierzulande, die mir besonders auffallen, weil ich viel Zeit in Bulgarien verbringe, wo ich immer nur normale Leute treffe, die von Anfang nicht an die Corona-Simulation vom Christian geglaubt haben. Dementsprechend konnte der Christian, der ja auch weit weg in Berlin war, sie nicht verwirren. Was nun tun mit all den Verwirrten hier in der Zentrale des deutschen Irrenhauses, die wohl auch noch lange verwirrt sein werden, zumindest wenn es nach Rainer Maria Rilke geht, der eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke heißt. Glaubt man dem Yuval Noah, also dem israelischen Historiker Yuval Noah Harari, so helfen gegen „unnütze Menschen“ (O-Ton Harari) Computerspiele und Drogen, weswegen auch kürzlich Cannabis legalisiert wurde. Seinen kleinen Taschencomputer, auch Smartphone genannt, hat ja jeder sowieso immer zum Herumspielen dabei. Für all die unnützen Verwirrten ist also gesorgt.

„Alles für die Freiheit aufzugeben – das ist Freiheit.“

Nicht „Drittes Reich“, sondern „Unsere Demokratie“

Mein erster Gedanke war, der Typ wäre einem Film über das „Dritte Reich“ entsprungen. Aber nein, der Herr ist aktiver General der Bundeswehr. Sein Name ist Freuding, und der ist Programm. Orwell hätte seine helle Freude an „Alles für die Freiheit aufzugeben – das ist Freiheit.“ Kanzler Merz hält die Freiheit, die darin besteht, alles für die Freiheit aufzugeben, gar für wichtiger als Frieden, denn: „Frieden gibt’s auf jedem Friedhof.“ Alle, die bald dort liegen werden, weil sie in einem sinnlosen, weil nicht zu gewinnenden Krieg gegen eine Atommacht verheizt wurden, haben offensichtlich schon jetzt alles für die Freiheit aufgegeben, allen voran mit dem eigenen Kopf zu denken.

Wilmersdorfer Wahrheiten

Wahrheit oder Schwurbelei?

Bisher war Wilmersdorf für seine Witwen bekannt. Schwer zu sagen, ob sich daran etwas geändert hat. Was stimmt, ist, dass man Wahrheiten oft dort findet, wo man sie nicht vermutet. Dazu muss man wissen, dass es DIE Wahrheit nicht gibt, genauso wie es DIE Wissenschaft nicht gibt. Was es aber gibt, sind immer tiefere Wahrheiten. Wahr ist, dass Aufkleber wie diese im „Antifa Area“ Friedrichshain sofort entfernt werden. In Wilmersdorf dauert das immer eine gewisse Zeit.

Grünes Licht für Überwachung

An der Kreuzung bei mir um die Ecke

Jetzt gibt es auch an der Ampel bei mir um die Ecke eine Überwachungskamera. Zumindest deute ich obiges Gerät mit grünem Licht neben der roten Ampel so. Vorher waren mir schon unzählige Kameras in den Öffentlichen und auf ihren Bahnsteigen aufgefallen. Eine Entwicklung, die spätestens mit der Fussball-EM im letzten Jahr einsetzte. Dass es eine öffentliche Debatte dazu gab, daran kann ich mich nicht erinnern. Aber gut, vielleicht habe ich sie einfach verpasst, weil ich gerade in Bulgarien war. Das kann natürlich auch sein. In Bulgarien gibt es auch immer mehr Kameras im öffentlichen Raum – so ist es nicht. Auch dort fand, wenn ich mich richtig erinnere, keine öffentliche Debatte dazu statt. Immerhin, die Menschen bekommen diese Veränderung in ihrem persönlichen Umfeld noch mit, was möglicherweise auch daran liegt, dass nagelneue Kameras an Ruinen und in sich zusammenfallenden Häusern mehr auffallen als an einer Ampel. Das kann sein, ich will es nicht ausschließen. In Berlin, der Zentrale des deutschen Irrenhauses, ist es umgedreht. Die Menschen hier sind so betäubt und so mit ihrem Smartphone beschäftigt, dass sie die einfachsten Dinge nicht mehr mitbekommen. Vermutlich würden ihnen auch keine Ruinen und in sich zusammenfallende Häuser auffallen. Ich würde es zumindest nicht ausschließen.