Silberstreif am Horizont

Schmal, aber echt! (kein Fotoshop!)

Der „Silberstreifen am Horizont“ ist nicht nur eine Redewendung, der Hoffnung, Optimismus und eine erste positive Wendung in einer schwierigen Situation beschreibt. Nein, den „Silberstreifen am Horizont“ gibt es wirklich. Ich habe ihn gesehen. Pünktlich zum Jahr des Feuerpferdes, das heute beginnt. In der Chinesischen Astrologie ist das Jahr des Feuerpferdes das intensivste und dynamischste Jahr in einem 60-jährigen Zyklus. Das Pferd steht für Vitalität, Freiheit, Abenteuer, Bewegung, Unabhängigkeit, denn Pferde mögen keine Grenzen und Zäune. Ich weiß, die meisten heutigen Pferde schon. Es ist also eher von Wildpferden die Rede. Das Wildpferd ist männlich und aktiv in seiner Energie. Sein Feuer bedeutet Hingabe, Mut, Transformation, Enthusiasmus, aber auch Zerstörung. Es erleuchtet, es wärmt, aber es verbrennt auch. Denn Feuer verhandelt nicht, es kennt keine Kompromisse. Feuer wird mit Freude und dem Herzen zusammen gebracht, mit dem Sommer, charismatisch und inspirierend. Im Jahr des Feuerpferdes trifft das Pferd nun auf das Feuer. Das Jahr könnte damit zu einer Freiheitsbewegung werden, die sich weigert Masken zu tragen. Lügen werden entlarvt, vielleicht gibt es auch eine Revolution. Aber Vorsicht: Die Vielzahl der Inspirationen und mutigen Entscheidungen können auch zu Überforderung, Egoismus und Burnout führen. Warum? Weil alles, was unecht ist, verbrannt wird.

30 Minuten Sonne

Nach drei Tagen Hausarrest gab es am letzten Tag dann noch 30 Minuten Sonne auf Usedom. Als wir am Meer ankamen, waren die dann aber auch schon vorbei. Der Weg hat sich trotzdem gelohnt. Alleine der Eisschollen wegen, die aussahen, als hätte sie irgendjemand gestapelt. Dass es den Winter doch noch gibt, soll übrigens ein Beweis dafür sein, dass der Klimawandel wirklich stattfindet. Die Beweisführung zu verstehen, überlasse ich den Anhängern der Klimasekte. Ich erfreue mich lieber an den spektakulären Bildern von der Ostsee bei Usedom.

Dschungelcamp Germany

Wahnsinn! Der Osten hat es echt drauf. Es gibt hier heute schon Straßennamen, die die aktuelle Lage im Land auf den Punkt bringen. Aber auch der Westen in Form des Privatsenders RTL mit Sitz in Köln lässt sich nicht Lumpen. Der größte Lügner gewinnt dort das Dschungelcamp. Genauso wie in der Politik: Die größten Lügner gewinnen Wahlen. Das ganze Land auf dem Holzweg in ein großes Dschungelcamp: „Unser“ Dschungelcamp Germany.

Gestern am Strand

Mein Hausarrest ist beendet, zumindest für den Moment. Auch auf Usedom taut es. Gestern war ich am Strand. Ich bin hingelaufen, obwohl er ganz schön weit weg ist. Dass ich gelaufen bin, hat auch damit zu tun, dass ich Fahrpläne nicht mehr verstehe. In dem Fall war es der Busfahrplan. Das Semester, in dem es um Sternchen und Fußnoten von Fahrplänen ging, muss ich irgendwie verpasst haben. Am Ende fuhr der Buss leer an mir vorbei. Da half auch kein winken. In Bulgarien hätte der Bus angehalten – nicht so in Deutschland. So bin ich gute zehn Kilometer gelaufen – hin zum Strand und wieder zurück. So viel hatte ich mir auch vorgenommen. Von daher war es OK. Was auch fehlt, ist die Sonne. Die hab ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Natürlich nicht nur ich. Alle anderen auch. Vielleicht sind wir deswegen so, wie wir sind. Ist jetzt nur eine Theorie. Muss nicht stimmen. In Bulgarien gibt es mehr Sonne. Und mehr Busfahrer, die auf offener Strecke halten, um Fahrgäste einzusammeln.

Hausarrest

Spuren im Eis

Ich bin immer noch auf Usedom und unter Hausarrest. Denn ringsherum ist alles vereist und nicht geräumt. Der Unterschied zu Berlin, wo Bäume wichtiger sind als Menschen, ist, dass nicht alles zubetoniert ist. Geht man beispielsweise über einer Wiese, drückt man dabei die Eisschicht ein (Foto oben), wodurch das Laufen etwas sicherer wird. Ich weiß das, weil ich gerade draussen war und etwas gelaufen bin. Beim Laufen kamen mir – mal wieder – ganz komische Gedanken, zum Beispiel diese hier: Was wäre, wenn es gar kein Hausarrest, sondern bereits ein neuer Lockdown ist? Aber was ist dann, wenn demnächst das Gas ausgeht und die Menschen in Turnhallen gehen sollen, um sich dort aufzuwärmen? Das ginge dann natürlich nicht. Gut, sich auf die Straße zu kleben und damit das Klima retten, geht gerade auch nicht. Oder hat es einfach nur noch keiner probiert?

Was denkst du?

„Mein Leben“ (immerhin nicht „Mein Kampf“!) – Muss es umgeschrieben werden?

In den letzten Tagen wurde ich öfters gefragt, was ich über den Fall Jeffrey Epstein denken würde. Um es kurz zu machen: Ich denke gar nichts über ihn. Ich wundere mich nur. Zunächst einmal über die Frage an sich. Vor allem wundere ich mich aber, dass sich so viele über den Fall Epstein wundern. Offensichtlich haben sie wirklich geglaubt, dass die Eliten es gut mit uns meinen. Dass Bill Gates wirklich ein Menschenfreund ist. Aber kann man wirklich so naiv sein? Oder sollte ich bereits von Dummheit reden? Das sind die Fragen, die ich mir stelle. Dass ich mir diese und keine anderen Fragen stelle, hat auch mit Bulgarien zu tun. In Bulgarien war das Misstrauen gegenüber den Herrschenden schon immer sehr ausgeprägt – und ist es bis heute. Das drückt sich auch in der Wahlbeteiligung aus, die seit vielen Jahren bei etwa einem Drittel liegt. Im April soll erneut gewählt werden in Bulgarien. Vielleicht geht dann nur noch jeder Vierte zur Wahl, wer weiß. Eines scheint mir sicher zu sein. In Bulgarien dürfte kaum jemand überrascht sein über die Schweinereien von Epstein, Clinton, Gates & Co.

Damit keine Liebe zurückbleibt

„I Contain Multitudes“ ist über mich, auch wenn Bob Dylan über sich selbst singt. Über seine Widersprüche als Zwilling. Dass er Sternzeichen Zwilling ist, sagt er zwar nicht, aber ich weiß es, weil auch ich Zwilling bin. Ich glaube an Sternzeichen, auch an die chinesischen. Da bin ich Feuerpferd. Dazu gleich mehr. Erst einmal zum Text von Bob, dem Zwilling. Meine Highlights sind: „I’m a man of contradictions, I’m a man of many moods – I contain multitudes.“ (Ich bin ein Mann der Widersprüche, ich bin ein Mann mit vielen Stimmungen – Ich schließe eine Vielzahl ein.) – Jetzt zum Feuerpferd. Das Jahr des Feuerpferdes beginnt am 17. Februar 2026 – also nächste Woche Dienstag. Das letzte Jahr des Feuerpferdes war vor 60 Jahren – 1966. Glaubt man den Chinesen, wird das Jahr des Feuerpferdes, das bis zum 5. Februar 2027 andauert, besonders dynamisch werden und von Wandel, Bewegung und neuen Chancen geprägt sein. Wie gesagt, ich glaube auch an die chinesischen Sternzeichen. Aber eigentlich glaube ich an den Wandel, an Veränderung, an eine erneute Wende, wenn Du so willst. Wird auch Zeit, dass was passiert. Kann ja nicht so weitergehen. Und das merken auch immer mehr. Passend dazu diese Worte aus obigem Song: „I’ll keep the path open, the path in my mind – I’ll see to it that there’s no love left behind.“ (Ich werde den Weg offen halten, den Weg in meinem Kopf – Ich werde dafür sorgen, dass keine Liebe zurückbleibt.)