Bericht aus Bulgarien (105)

Seit gestern Abend bin ich nun ohne Wasser. Erst war nur der Wasserdruck weg, was ich mir anfangs damit erklärte, dass am Nachmittag Nachbarn aus Sofia gekommen waren, um das Wochenende in ihrem Haus zu verbringen. Dann wurde ich skeptisch und bin noch mal raus, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Ich hatte den richtigen Riecher, bei Mitko an der Ecke sprudelte das Wasser nur so aus dem Boden. Mitko ist Busfahrer in der Hauptstadt und kommt nur alle paar Wochen nach Hause. Sonst wäre er es wohl gewesen, der das geplatzte Rohr vor seiner Toreinfahrt bemerkt hätte. Das Wasser sprudelte nur so heraus, als wäre jemand auf eine Wasserader gestoßen.

Sofort rief ich meinen Bürgermeister an, der meinte, dass man das heute nicht mehr reparieren könne, weil es zu spät sei, die Leute Feierabend hätten. Ich solle einen Damm errichten, der das Wasser ableitet, damit der Belag auf unserem Weg nicht sogleich wieder runtergespült wird.

Im letzten Jahr hatte mein Bürgermeister drei LKWs mit Resten von Bitumen herankarren lassen, die bei irgendwelchen Straßenbauarbeiten übrig geblieben waren, und die wir mit unseren Schaufeln und Schubkarren auf unserem Weg verteilt hatten.

Das ist ein reißender Strom, sagte ich ihm, da kann man keinen Damm bauen. Er würde kommen und sich das anschauen. Vorher kam ein Arbeiter von Wasser und Kanalisation (W&K) vorbei und meinte, dass das eine ernste Havarie sei und das halbe Dorf ohne Wasser. Ich sollte den Nachbarn bescheid geben, damit sie sich rasch Wasser abfüllen, bevor er es abstellt.

Als ich von den Nachbarn zurück kam, war mein Bürgermeister bereits dabei seinen Damm zu bauen. Gemeinsam haben wir es irgendwie geschafft. Dann ließ der reißende Strom auch schon nach. Heute soll der Schaden schon repariert werden. Danach kann ich den gemeinsam errichteten Damm wieder abreißen, hat mein Bürgermeister gesagt.

Mal sehen, wie ich das zeitlich hinkriege. Um 13 Uhr bin ich bei den Nachbarn zum Mittagessen eingeladen und später muss ich meinen Berliner Freund abholen. Von wo genau, weiß ich noch nicht. Er kommt um 14 Uhr mit dem Flieger aus Berlin in Sofia an und versucht mit den Öffentlichen so weit zu kommen, wie er kann. Dazu muss man wissen, dass die Öffentlichen in Bulgarien fahren wie sie wollen und Fahrpläne meist nur Vorschläge sind.

Vielleicht lasse ich meinen Freund den Damm einreißen, muss ja nicht heute sein. Mein Freund bringt nämlich seine Depression aus Deutschland, dem Land der Despressionen, mit. Aus meiner Erfahrung als Krankenpfleger und Taxifahrer weiß ich, dass Depressive beschäftigt werden müssen.

Mir wird schon irgendwas einfallen, wie ich ihm diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme verkaufe. Bisher ist mir immer was eingefallen. Bulgarien ist nicht nur das Land der geplatzten Rohre und Überraschungen, weswegen man besser keine Pläne macht, sondern auch das Land der guten Ideen und Einfälle.

Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (104)

Auf dem Protest am Mittwoch, den 6. April, in Sofia wurde kein Alkohol getrunken so wie neulich noch auf dem für den Frieden in der Ukraine, wo praktisch jeder zweite ein alkoholisches Getränk in der Hand hielt. Auf dem Protest für die Neutralität Bulgariens im Ukraine-Krieg am Mittwoch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia bei schönstem Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad hatten einige von den männlichen und weiblichen Demonstranten und Protestanten eine Flasche Wasser dabei. Das war’s. Protest und Alkohol passen meiner Meinung nach nicht zusammen. Ich zumindest kann einen Protest, auf dem Alkohol getrunken wird, nicht (mehr) ernst nehmen. Einfach weil es keine Ästhetik hat, sich voll laufen lassen ist immer unästhetisch, und auf die Ästhetik kommt es bekanntlich an beim Widerstand. Besonders bei den Bildern.

Was mussten meine Augen für schlimme Bilder von Protestierenden in der Heimat sehen. Hysterisch kreischende Frauen auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz. Warum damals keiner und auch keine der zahlreichen Feministen und Feministinnen in unserem Land aufgestanden ist dagegen, das ist mir bis heute ein Rätsel. Auch was der taz-Tagesspiegel-Fotograf sich dabei gedacht hat. Vermutlich nichts. Sie taten mir weh, seine Bilder. Ganz ohne Text, der von einem so genannten Journalisten im Home-Office geschrieben war. Der tat auch weh, aber nicht so sehr wie die Bilder. Alleine, wenn ich daran zurück denke, wird mir schlecht, bekomme ich körperliche Schmerzen. Meine Bilder sind Widergutmachung, aber auch Notwehr. Deswegen sind sie gut – manche zumindest. Denn sie zeigen nicht nur „Die Ästhetik des Widerstands“, sondern auch den Sex, das Geschlecht, in dem Fall das weibliche, des Widerstands – dem „Ursprung der Welt“.

 Fotos&Text TaxiBerlin

Berlin aus Bulgarien (103)

Pünktlich um 12 Uhr ist unsere Fahrgemeinschaft aus Montana in der bulgarischen Hauptstadt Sofia eingeritten. Dass wir trotz Karutza, so heißt der klassische Pferdewagen auf den bulgarischen Dörfern, mit dem heute fast nur noch Zigeuner im Land unterwegs sind, pünktlich waren, lag an unserem Fahrer. Der hatte nicht nur einen Bleifuß, sondern auch ein Radar-Warngerät, damit wir keinen Ärger mit der Polizei bekommen. Die hat sich wieder um die Busse gekümmert, die aus allen Teilen des Landes zum Protest nach Sofia fuhren. Die Organisatorin aus Montana wurde einen Tag zuvor von den  lokalen Sherriffs angerufen, weil diese wissen wollten, von wo genau der Bus losfährt, woraufhin sie den Sherriffs antworte, dass die Leute allesamt mit ihren Privatfahrzeugen in die Hauptstadt kommen. Für uns hat das zumindest gestimmt. Am Ende waren es fast 50 Busse aus allen Teilen des Landes, die es nach Sofia geschafft haben. Für die Neutralität Bulgariens sind dort gestern 6.000 Menschen auf die Straße gegangen, womit der gestrige Protest bei schönstem Sonnenschein auch der bisher größte war. Maskenträger gab es keine, weder bei der Polizei, noch bei den Protestieren, und Abstände spielten auch wieder keine Rolle. Der Protest verlief absolut friedlich, niemand wurde verhaftet und keiner verletzt. Immerhin gab es diesmal einen Wasserwerfer, der aber nicht zum Einsatz kann, sondern in einer Seitenstraße der bulgarischen Hauptstadt Sofia gut bewacht von den Ordnungshütern friedlich vor sich hin rostete.

PS: Ich werde heute, wo im Irrenhaus Berlin, wenn ich richtig informiert bin, über die Impfpflicht für über 50-jährige entschieden wird, in den Schluchten des Balkans einen Baum pflanzen. Aber keinen Apfelbaum – den habe ich schon, sondern eine Esskastanie.
Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (102)

Heute ist der Nationale Protest für die Neutralität Bulgariens. Um über ihn berichten zu können, werde mit einer Fahrgemeinschaft in die bulgarische Hauptstadt Sofia gelangen. Zu der Forderung nach Neutralität passt dieser Artikel über „Die militärische Lage in der Ukraine“ von Jacques Baud, auf den mich gestern ein Freund in der Heimat aufmerksam gemacht. Jacques Baud ist Schweizer, über deren Neutralität ich dieser Stelle geschrieben habe. Jacques Baud, der auch ehemaliger Militär und Geheimdienstler ist, leitet seinen Artikel mit der Feststellung ein, dass es ihm nicht darum geht, den Krieg zu rechtfertigen, sondern zu verstehen, was zu ihm geführt hat. Praktisch das, was ich Jahrelang in meinem Taxi praktiziert habe, in dem man zwar nicht telefonieren, dafür aber alles sagen durfte – sogar die Wahrheit. Für mich war immer wichtig zu erfahren, warum tickt jemand so, wie er eben tickt.
Es gibt drei Dinge, die für mich besonders wichtig sind in dem insgesamt absolut lesenswerten Artikel von Jacques Baud. Der Schweizer erwähnt die Abschaffung des Kivalov-Kolesnichenko-Gesetzes von 2012, das Russisch zur Amtssprache machte, am 23. Februar 2014, und meint dazu: „Das ist in etwa so, als ob die Putschisten beschlossen hätten, dass Französisch und Italienisch in der Schweiz keine Amtssprachen mehr sein sollten.“ Ein interessanter Vergleich, wie ich finde.
Dann erwähnt Jacques Baud, dass der amerikanische Präsident Biden bereits am 17. Februar ankündigte, dass Russland in den nächsten Tagen die Ukraine angreifen werde. „Wie konnte er das wissen?“ – Eine interessante Frage. Des Rätsels Lösung könnte sein, dass seit dem 16. Februar der Artilleriebeschuss der Bevölkerung im Donbass dramatisch zugenommen hatte. Dies sollen auch die täglichen Berichte der OSZE-Beobachter bestätigt haben. Nur, warum reagierten dann weder die westlichen Medien, noch die Europäische Union, die NATO oder westliche Regierung darauf?
Diesen Punkt halte ich besonders wichtig, weil er mich an Afghanistan erinnert. Dort habe man die Sowjetunion in eine Falle gelockt, wie US-amerikanische Geheimdienstler später freimütig zugaben. Hat der Westen nun den Russen in eine ähnliche Falle gelockt? In diesem Zusammenhang erwähnt der Autor den 24. März 2021, an dem der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij ein Dekret zur Rückeroberung der Krim erlassen haben und daraufhin seine Streitkräfte in den Süden des Landes verlegt haben soll. Ich hatte zuvor noch nie von einem solchen Dekret gehört.
Jacques Baud erwähnt am Ende noch das Entbindungskrankenhaus in Mariupol, das von der rechte Asow-Miliz eingenommen wurde, die die Menschen vertrieben und einen Schießstand in dem Krankenhaus eingerichtet haben soll. Mich hat das, genauso wie den Autor, sogleich an den ersten Golfkrieg erinnert. Auch ich frage mich, ob da gerade das Szenario von der Entbindungsstation in Kuwait-City nachgespielt wird. Inszeniert hat es damals die Firma „Hill & Knowlton“ für 10,7 Millionen Dollar, um den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen davon zu überzeugen, im Rahmen der Operation Desert Shield/Storm im Irak zu intervenieren.
So viel Geld ist mit Ukraine-Flaggen und KGB-Shirts nicht zu machen, schon gar nicht in Bulgarien. Mit ihnen dürfte nur ein Trinkgeld zu verdienen sein. Ein Grund möglicherweise, dass sie (noch) so friedlich nebeneinander am Souvenirgeschäft direkt neben dem Sheraton-Hotel, dem ehemaligen Hotel „Balkan“ und erstem Haus am Platz in Sofia zu finden sind. Wieder einmal ist alles anders in Bulgarien.
PS: Ich bitte alle Faktenchecker unter meinen Lesern, die Angaben von Jacques Baud zu überprüfen, da ich gerade in der bulgarischen Hauptstadt und ohne Internet bin, um auf den Straßen Sofias den Nationalen Protest für die Neutralität Bulgariens zu beobachten. Vielen Dank im Voraus!
Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (101)

Das ist das Haus links von mir. Über das hinter mir hatte ich hier geschrieben. Das Haus rechts von mir ist schon zusammen gefallen. Wenn nichts dazwischenkommt, wird das mit dem obigen Haus auch irgendwann passieren. Auf dem Dach fehlt bereits der ein oder andere Ziegel, einige Balken dürften bereits morsch sein, und das Mauerwerk hat auch schon einen Wasserschaden. Der Nachbar kann nichts dafür, dass sein Haus verkommt. Ihm fehlen einfach nur die Mittel, etwas dagegen zu tun. Er selbst lebt unten im Dorf. Ich versuche den Blick auf sein Haus zu vermeiden. Im Moment gelingt mir das ganz gut, denn davor blühen gerade die Osterglocken und rechts von ihm ein Baum. Der Baum trägt irgendwann Früchte, die Junk genannt werden, und die man nur zum Schnapsbrennen verwenden kann. Der Bulgare lässt nichts verkommen. Bei ihm gibt es kein Junk-Food, dafür Junk-Früchte. Auch hier ist mal wieder alles umgedreht. Genauso wie bei den Osterglocken. Die sind nicht etwa gepflanzt, sondern ganz wild gewachsen. So wie der Bulgare.
Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (100)

Über meinen Blick auf die Berge des Balkans habe ich schon oft geschrieben und auch Bilder veröffentlich. Demnächst wird nun dieses Haus auf der anderen Straßenseite, praktisch gegenüber, zusammenfallen, was ich zum Anlass nehme, darüber zu berichten. Rechts von mir das Haus ist schon vor vielen Jahren in sich zusammen zu fallen, und bei dem links fehlen immer mehr Ziegel auf dem Dach, so dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass Wasser eindringt und das Holz morsch werden lässt. Auch wenn es in Bulgarien viele Häuser gibt, die in sich zusammenfallen oder auch schon in sich zusammenfallen sind, war ich erst bei einem dabei. Genau genommen war es ein Stall und kein Haus, von der Größe und von der Konstruktion her hätte es aber auch ein Haus gewesen sein können. Ich bin gerade zufällig an ihm vorbeigegangen, als er in sich zusammenfiel, der Stall. Es war also auch ein bisschen Glück dabei. Wenn Holz unter schwerer Last zerbricht, ergibt das einen besonderen Ton. Aufgenommen und aneinandergereiht könnte es die Erkennungsmelodie für Bulgarien ergeben. Ich will die Lage nicht in zu düsteren Farben malen, ganz im Gegenteil. Aber wenn man permanent von Tod und Verfall umgeben ist, dann macht das was mit einem, davon bin ich überzeugt. Man bekommt ein Gefühl dafür, dass nichts für die Ewigkeit gemacht ist und alles einmal ein Ende hat, wobei Gefühl nicht das richtige Wort. Es ist eher eine Gewissheit.

Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (99)

Geimpft gegen Krieg

Am kommenden Mittwoch gibt es um 12 Uhr in der bulgarischen Hauptstadt zwischen dem Parlament und dem Denkmal „Zar Befreier“ einen weiteren nationalen Protest, diesmal für die Neutralität Bulgariens und gegen die amtierende Regierung unter Kiril Petkow, die nicht nur keine Mehrheit im Land hat, sondern die sich darüber hinaus aktuell nicht sicher ist, ob sie sich nun durch die Nato in einen Krieg gegen Russland hineinziehen lassen soll oder nicht. Ich werde mittels Fahrgemeinschaft nach Sofia kommen, das habe ich heute geklärt, und ich freue mich schon darauf.

Aber was muss ich gerade wieder in der Süddeutschen über Bulgarien lesen: „Eine klare Haltung zum Krieg in der Ukraine fällt dem Land schwer.“ – In der Heimat muss man offenbar immer noch Haltung zeigen, so wie man dort immer noch Maske trägt, obwohl man es gar nicht mehr braucht. Die Folgsamkeit des Deutschen ist durchaus beeindruckend. Da auch in mir ein Deutscher steckt, komme ich manchmal durcheinander, denn in Bulgarien ist immer alles umgedreht. Also was ist jetzt eine klare Haltung? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Und ist Neutralität überhaupt eine Haltung? Immerhin ist die Schweiz neutral. Offensichtlich geht das. Aber ist Neutralität auch die richtige Haltung? Ich bin mir nicht sicher. Neutral zu sein soll auf jeden Fall Russenfreundlich sein in diesen Tagen, besonders wenn es blöde Bulgaren betrifft. Nur, dann müsste die Schweiz heute Russenfreundlich und im letzten großen Krieg sogar Nazifreundlich gewesen sein. Aber ist das wirklich so?

Sicher scheint mir zu sein, dass der Krieg in der Ukraine kein Bündnisfall ist, denn die Ukraine ist kein Nato-Mitglied. Militärische Neutralität ist in dem Fall nicht nur das Gebot der Stunde, sondern logische Konsequenz. Kriegstreiber gibt es nicht nur in Moskau, sondern auch in Washington. Völkerrechtswidrige Angriffskriege haben auch amerikanische Präsidenten und die Nato geführt. Die Bombardierung des Nachbarlandes Serbien in den Neunzigern war ein solcher Krieg. Die Chinesische Botschaft in Belgrad bekam dabei einen Treffer ab, es gab Menschenleben zu beklagen. Ich kann mich an diesen Krieg gut erinnern, denn man musste damals über Rumänien fahren. Noch Jahre später ist man als Deutscher besser nicht durch Serbien gefahren. Einmal habe ich es doch getan. Auf den Straßen Belgrads sah ich sie, ausgemergelte bettelnde Kriegsinvaliden auf ihren Krücken. Sie klopften auch an unsere Fenster. Das hat gereicht. Auch jetzt ist die serbische Grenze nicht weit. Keine zwanzig Kilometer.

Der Ukrainische Präsident versucht nun schon seit Wochen und mit allen Mitteln eine globale Drohkulisse, die Bedrohung Europas durch den Russen, womöglich der ganzen Welt durch Putin persönlich, aufzubauen. Das ist sein gutes Recht. Und jeder, der sich jetzt vom Russen bedroht fühlt, möge in den Krieg ziehen. Ich persönlich halte es mit in den Krieg ziehen, wie ich es mit der Impfung halte. Jeder, der gerne an der Nadel hängt, soll sich impfen lassen. Ich habe nichts dagegen. Im Gegenteil, ich bin für eine freie Impfentscheidung und alles andere als ein Impfgegner. Gegen Krieg beispielweise bin ich geimpft worden. In Serbien. Ansonsten bin ich clean und möchte es auch bleiben.

In den Krieg werde ich also nicht ziehen. Aber ich werde auch niemanden aufhalten in den Krieg zu ziehen. Das geht auch gar nicht. Ich empfehle aber jedem, der in den Krieg ziehen möchte, vorher die Lektüre von „Ich dachte, ich muss jetzt sterben“ in der Berliner. Der Artikel ist, so denke ich, eine gute Vorbereitung auf den Krieg. Und möglicherweise ist der Krieg auch schon in der Heimat angekommen.

Foto&Text TaxiBerlin