Meine bulgarische Ex war sich sicher, dass der oder auch die ihre Strafe bekommen würde. Lange konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie Recht behalten könnte. Wohl auch, weil unter denen, die ihre Strafe bekommen sollten, Mitarbeiter von irgendwelchen Ämtern waren. Beispielsweise das Arbeitsamt, das wollte, dass sie arbeiten geht. Ich weiß, das ist lange her, aber es gab eine Zeit, da hat das Arbeitsamt noch Arbeit vermittelt. Meine bulgarische Ex wollte aber nicht arbeiten. Offiziell waren natürlich immer die Deutschen schuld, die ihr als arme Ausländerin keine Arbeit geben wollten. Schuld sind immer die Deutschen! Merke Dir das, dann hast Du was fürs Leben gelernt. Auch wenn – wie in dem Fall meine bulgarische Ex – jemand einfach nur für sich festgelegt hat, dass er – in dem Fall sie – nicht arbeiten gehen will, weil der Staat auch fürs Nichtarbeiten bezahlt. Heute machen das viele, und mit jedem Tag werden es mehr. Meine Ex war, wenn man so will, eine „Vorkämpferin“. Das weiß ich heute. Und heute verstehe ich auch, was sie meinte, wenn sie sagte, dass sie ihre Strafe bekommen würden. In obigem Video wird es verständlich, auch wenn es auf Englisch ist. Das Video erinnert mich auch an die Corona-Zeit, wo viele bei „Nicht für Ungeimpfte!“ mitgemacht haben, obwohl sie es besser wussten oder wissen konnten, wenn sie denn wollten. Und da bin ich mir – so wie meine bulgarische Ex – jetzt auch sicher: Sie bekommen ihre Strafe!

Auch Frauen wollen an die Front, zumindest verstehe ich so obiges Plakat, wie sollte es auch anders sein. Warum sollen nur Männer an die Front? Von den restlichen Geschlechtern spricht komischerweise keiner. Wie viele waren es gleich nochmal? Wo sind all die Regenbogenfahnen und Queer-Beauftragten, wenn es um den Krieg geht? „Ihre Kriege“ erschließt sich mir nicht. Ist es nicht „Putins Krieg“? „Revolutionäre Vorabenddemo“ – Sorry – klingt für mich nach „Kaffeehaus-Revolluzzern“. Dass die Demo am „Vorabend“ stattfinden soll, deute ich so, dass die Teilnehmer und Innen später noch, nein nicht in die Offensive oder auch nicht an die Front, sondern in den Club wollen. Das Wichtigste hätte ich fast vergessen, und zwar den „Tag gegen Gewalt an Frauen“. Was muss ich da jetzt wieder lesen? In „Häusliche Gewalt ist weiblich“ beispielsweise, „dass insgesamt 11,6 Prozent der Frauen, aber 12 Prozent der Männer angegeben hatten, geschlagen, geohrfeigt, getreten, gebissen, mit Gegenständen beworfen oder anderweitig angegriffen worden zu sein.“ Aber es wird noch „besser“! Aus dem Buch „Rambo Frauen“ erfahre ich nun ganz und gar, dass zwar alle 44 Sekunden irgendwo auf der Welt ein Mann seine Frau schlägt, aber alle 41 Sekunden eine Frau ausrastet und ihren Mann verprügelt oder diesen psychisch fertig macht.

Als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, dass jede Fahrt mit den Öffentlichen an sich schon ein Happening ist. Neuerdings wird nun nicht mehr jeder Wagen geheizt, womit erhitzte Gemüter, von denen es immer mehr gibt in der Zentrale des deutschen Irrenhauses, gekühlt werden sollen. So zumindest die offizielle Erklärung. Böse Zungen sprechen vom Sparen bei den Ärmsten der Armen. Von Balkanisierung zu sprechen, ist auf jeden Fall verkehrt. An nicht geheizte Wagen in Bulgarien kann ich mich nicht erinnern. Wer es nicht eh schon macht: Warm anziehen hilft!

Aufkleber bei mir im Kiez
Mein Kiez ist Antifa Area, auf Deutsch: Antifa Gebiet. Das heißt, man muss aufpassen, was man sagt und auch, was man schreibt. Aber gut, das muss man sowieso. Obiger Aufkleber, angelehnt an eine Baumarkt Werbung, soll witzig sein. Und bis zu einem gewissen Punkt ist sie es auch. Spätestens, wenn man Dir mit dem Hammer auf deinen schönen Kopf haut, siehst Du es anders – garantiert!

Mancher, der einfach nur anderer Meinung war, hat es sich schon länger gewünscht. Nun ist es so weit: Die Bundeswehr bringt den Krieg nach Berlin. Ab heute gehören nicht nur Flaschensammler, sondern auch Scharfschützen zum Stadtbild. Geübt soll unter anderem der Häuserkampf werden, und dass für ganze vier Tage. Es wird zu Einschränkungen im Verkehr und zu Umleitungen kommen – darauf weißt die Bundeswehr hin – als wenn es die nicht schon genug gibt. Also nix mit: Wir kämpfen auch dafür, dass Du gegen uns sein kannst. Eine gute Nachricht soll es immerhin geben: Es bestehe keine Gefahr, selbst für Menschen mit abweichenden Meinungen nicht, denn es wird (noch) keine scharfe Munition eingesetzt, so die Bundeswehr. Und noch eine frohe Botschaft gibt es, frei nach Friedrich Nietzsche: Der Krieg ist uns gewiss, warum sollte man nicht heiter sein?
PS: Schön auch der Name des als „Übung“ getarnten Kriegsspiels: „Bollwerk Bärlin III“ – richtig niedlich, oder? Eventuelle Hinweise auf „Weltkrieg III“ sind natürlich rein zufällig, das ist klar.

Heute wird nicht mehr „rumgemacht“, sondern „rumgedaddelt“, und zwar auf dem Smartphone. Deswegen kriegen die jungen Leute von heute auch nicht mehr mit, wenn ältere Menschen in öffentliche Verkehrsmittel einsteigen. Dementsprechend können sie auch nicht aufstehen, wie es früher einmal selbstverständlich war. So weit – so klar. Aber was will mir nun die junge Rumdaddlerin mit ihrem tief blickenden Dekolleté sagen? Nein, natürlich nicht, dass sie verfügbar ist. Das war früher so. Heute muss man denken wie der Bulgare, beim dem JA NEIN, NEIN JA, SCHWARZ WEISS und WEISS SCHWARZ ist: Tief blickendes Dekolleté = Garantiert nicht verfügbar!

Die „WE-TIME“ – wer kennt sie nicht. Alle sind guter Dinge und machen mit. So wie früher bei den Jungen Pionieren („Seid bereit! – Immer bereit!“) und bei der Freien Deutschen Jugend FDJ („Freundschaft – Freundschaft“). Aber was muss ich da lesen. Nur Männer müssen zur Musterung – Frauen nicht. Von den vielen anderen Geschlechtern ist gar keine Rede. Wie viele waren es gleich nochmal? Ich vergesse das immer. Wiebke Hollersen (eine Frau – wenn ich richtig liege) von der Berliner Zeitung schreibt dazu: „Tja, dumm gelaufen für alle Jungs unter 18.“ – Das muss nicht sein! Auf die Straße für das gemeinsame Sterben an der Front für Volk und Vaterland. It’s „WE-TIME“!