Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (014)

Wie ich bereits gestern schrieb, kenne ich den jüdischen Sänger Gil Ofarim nicht. Trotzdem finde ich es schade, dass er sein Video gelöscht hat. Oben bei Oliver Pocher kann man es ab 1:17 noch einmal nachsehen. Oliver Pocher kenne ich, im Gegensatz zu Gil Ofarim, er ist mir aber mindestens genauso egal ist wie Gil Ofarim. Das Video von Gil Ofarim ist wichtig, weil es etwas vorweg nimmt, und zwar die 2G-Regel. Diese galt ab November 2021 und wurde erst im Januar bzw. Februar 2022 ausgesetzt. Gil Ofarim hat sein Video, was er jetzt gelöscht hat, weil alles gelogen war, bereits im Oktober 2021 aufgenommen. Die 2G-Regel ist keine Lüge. Es hat sie wirklich gegeben. Dass ich kein Video wie Gil Ofarim gemacht habe, liegt daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht in Deutschland sondern in Bulgarien war, wo alles immer umgedreht ist. Auch deswegen möchte ich hier den Text aufschreiben, den ich damals gesprochen hätte: Guten Abend zusammen. Ich bin sprachlos. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Ich wurde in der Vergangenheit oft gefragt zum Thema Impfen und zu „Wir impfen euch alle“ der Antifa. Ich bin jetzt gerade hier in Berlin vorm Aldi. Den Namen des Herrn von der Security werde ich jetzt nicht nennen. Es ist hier eine Riesenschlange, weil angeblich eine Kasse ausgefallen ist. Kann passieren, alles gut. Ich stehe hier mit meinem Einkaufswagen, steht mir zu, mach ich schon mein Leben lang, und eine Person nach der anderen wird vorgezogen. Und ich versteh‘ nicht, warum? Ohne Scheiß, 15 Minuten später komm ich dran und frage: „Entschuldigung, was ist los? Das ist nicht in Ordnung. Warum werden alle vorgezogen?“ Und dann sagt der Herr von der Security: „Um die Schlange zu entzerren.“ Ich stehe auch in der Schlange. Und dann ruft irgendeiner aus der Ecke: „Wir impfen euch alle!“ Und dann sagt der Herr von der Security: „Ich muss sie jetzt impfen.“ Wenn ich mich jetzt impfen lasse, darf ich einchecken. – Da bin ich lieber ausgecheckt, vorher schon, und zwar nach Bulgarien. In BG wurde ich zur gleichen Zeit von einer Frau von der Security ohne irgendeinen Nachweis in den Supermarkt hereingelassen. In Bulgarien ist eben vieles anders. Die Menschen sind einfach, aber nicht dumm. Hier in D ist es – leider – anders rum.
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Text TaxiBerlin

Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (013)

Ich bleibe beim gestrigen Thema dran, auch wenn es viele hierzulande nicht mehr hören können. Der Grund dafür ist bei den meisten nämlich nicht der, dass sie über das Thema bescheid wüssten. So ist es nicht. Auch in Bulgarien kennen sich nur wenige mit dem Thema Corona-Impfung aus. Trotzdem haben sich dort offiziell nur 30 Prozent impfen lassen. Da sich so mancher die Impfung gekauft hat, liegt die wahre Impfquote in Bulgarien eher bei 20 Prozent. Es dürfte das zutreffen, was Tucholsky einmal gesagt hat: „Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.“ Auch wenn im ländlich geprägten Bulgarien viele Menschen einfach sind, sind sie nicht automatisch dumm. In Deutschland das umgedrehte Bild. Die Menschen sind kompliziert, dafür immerhin nett anzusehen. Aber wehe, sie machen den Mund auf. Dann hört man vor allem vorgefasste Meinungen, aber auch jede Menge Unwissen. Beides bereitet mir persönlich böse körperliche Schmerzen.
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Text TaxiBerlin

Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (012)

Mehr als zwei Jahre hat Gil Ofarim gelogen. Du kennst Gil Ofarim nicht? Keine Sorge, ich kenne ihn auch nicht. Man muss nicht jeden kennen. Es reicht zu wissen, dass er heute die Wahrheit gesagt hat. Und das finde ich gut. Denn es stimmt wirklich: Ehrlich währt am längsten. Und: Mit der Wahrheit kommt man am weitesten. Es stimmt aber auch: Lügen haben kurze Beine. Und: Wer einmal lügt …

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Text TaxiBerlin

Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (011)

Absturz & Abrechnung

Warum Olaf Scholz ein Besserwisser sein soll, erschließt sich mir nicht. Für mich ist ist er ein Nichtwisser, der sich an nichts erinnern kann, und der unter normalen Umständen schon längst aus dem Amt gejagt worden wäre. Heute soll er im Bundestag auf die Klatsche des Bundesverfassungsgerichts reagieren. Hört sich das jemand an? Also ich nicht. Auch was an der Abrechnung von Thomas Gottschalk bitter sein soll, ist mir nicht klar. Für mich ist es nur eine einfache Zustandsbeschreibung. Wir sind wieder in der DDR angekommen, wo man zuhause anders geredet hat als in der Öffentlichkeit oder eben im Fernsehen. Auch deswegen schaue ich mir nicht an, was Scholz zu sagen hat. Ich gehe davon aus, dass es nicht nur mit meinem Leben, sondern mit dem der allermeisten in diesem Land nichts zu tun hat, maximal in dem Sinne, dass wir den Gürtel mal wieder enger schnallen sollen, auch wenn manch einer das bis heute nicht wahrhaben will.

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Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (010)

Symbol der Letzten Generation – Das Herz der Finsternis

Seit Tagen beschäftigt mich die Frage, ob ich die Angst der Letzten Generation ernst nehme. Immer wieder komme ich zu dem Schluss, dass ich die Angst vor dem Klimatod in dem Sinne ernst nehme, dass ich die Menschen, die darunter leiden, ernst nehme. Ihre Angst teile ich nicht. Vielmehr sehe ich die Angst vor dem Klimatod als Teilangst der seit Jahren durch die Politik geschürten Ängste, von Corona, über die angeblich nebenwirkungsfreie so genannte Impfung bis hin zum Krieg. Ich nenne ganz bewusst diese drei Ängst, weil ich sehe, dass insbesondere in Deutschland viele Menschen unter ihnen leiden, aktuell dürfte da noch die Angst vor dem sozialen Abstieg hinzukommen. Bei vielen führen diese Ängst zu Depressionen, Süchten und Suizidgedanken – so meine Beobachtung. Weniger in Bulgarien, mehr in Berlin. Mit anderen Worten: Niemand klebt sich wegen Depressionen, Süchten und Suizidgedanken auf der Straße fest. Eher stürzt man sich vom Fenster auf sie oder dort vor den Bus. Alle anderen macht man mit Angst gefügig. Die Klimaangst spielt eine gewisse Sonderrolle in diesem Reigen der Ängste. Trotzdem gehe ich davon aus, dass auch die Klimaangst ein Herrschaftsinstrument ist – nur andersrum. Dazu passt, dass sich keiner vor den Türen den Herrschenden festklebt oder wahlweise an ihnen, was vielleicht den größten Effekt hätte. Dann klebt man sich auf Straßen in Ländern mit nur geringer Umweltverschmutzung fest. Die größte Umweltverschmutzung ist übrigens der Krieg. So gesehen wären die Straßen im Gaza oder der Ukraine die ersten Adresse sich festzukleben. Sorry, aber Menschen, die von sich behaupten, global zu denken, in Wahrheit aber nur global verreisen, kann ich nicht ernst nehmen. Dass sie an den nahen Tod durch einen Klimawandel glauben und Angst davor haben – das nehme ich ernst. An den nahen Tod glaube ich selbst nicht, höchstens durch Krieg. Der drohende Klimatod klingt für meinen Geschmack auch etwas zu sehr nach den Zeugen Jehovas. Ginge es nach denen, wäre die Welt schon mehrfach untergegangen. Als Herrschaftsinstrument ist die Angst vor dem Klimatod aber durchaus folgerichtig, denn alle anderen geschürten Ängste führen sicher zum Tod, und ein paar nützliche Idioten werden am Ende noch für’s Aufräumen gebraucht.
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Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (009)

Leipziger Straße, Berlin Mitte

Die Grünen beenden heute ihren Parteitag in Karlsruhe. Bereits zuvor war klar, dass Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ihre letzten offiziellen Parteifunktionen abgeben werden, sie nicht erneut für den Parteirat kandidieren werden. Laut Zeit Online vermeidet das grüne „Spitzenpersonal“ mit ihrem Rückzug aus dem Parteirat eine Abstimmung über sich auf dem Parteitag. Nach zwei Jahren Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund herrscht an der Parteibasis erheblicher Unmut. Mit vier Tagen ist der Parteitag in Karlsruhe der längste Parteitag der Grünen überhaupt. Offenbar herrscht Redebedarf. Das grüne Spitzenduo Baerbock und Habeck wird wohl trotz allem einfach so weiter machen, denn es stellt sich gar nicht erst zur Wahl. „Wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten“ mal umgedreht. Trotzdem kann – zumindest in Berlin – jeder seinen Unmut zum Ausdruck bringen. Im Herz der Finsternis muss niemand aus seinem Herzen eine Mördergrube machen. Nichts eignet sich dafür besser als die orangenen Mülleimer der Berliner Stadtreinigung.

Fotos&Text TaxiBerlin

Bericht aus einem aus der Zeit gefallenen Land (008)

Hier ein paar Highlights der Plakate auf der heutigen Friedensdemo in Berlin, die mich an die legendäre Demo am 4. November ’89 auf dem Alexanderplatz erinnert hat. Dort gab es auch sehr viele und sehr ansprechende selbstgebastelte Plakate. Die Reden von Sahra Wagenknecht und Gabriele Krone-Schmalz, die sehr gut angekommen sind, kann man sicher irgendwo nachhören, was ich auch nur jedem empfehlen kann. Die Berichte der Mainstreammedien über die Demo sind vermutlich wieder vorher im Home-Office geschrieben worden. Fernsehteams von Öffentlich-Rechtlich habe ich keine gesehen. Dafür eine Fahne der Antifa und zwei Gegendemonstranten – immerhin. Der eine Gegendemonstrant hatte ebenfalls ein Plakat, der andere hielt nur seinen Stinkefinger in die Luft. Es gab auch Waffen auf der heutigen Friedensdemo. Getragen wurden sie von Polizisten und Polizistinnen.

Fotos&Text TaxiBerlin