Bericht aus Bulgarien (83)

Zurück in den Bergen

Zurück auf meinem Dorf ticken die Uhren anders, ist das Leben ein anderes. Meine Hütte war nach zweieinhalb Wochen Abwesenheit total ausgekühlt. Erst heute morgen habe ich zumindest in einem Raum Wohlfühltemperatur erreicht. Aber ich will mich nicht beklagen, im Gegenteil. Eher mache ich mir Sorgen um die Menschen in Sofia, die immer mehr denen in anderen großen Städten gleichen, beispielsweise auch Berlin, auch wenn sie in der bulgarischen Hauptstadt noch nicht so verdreht sind wie in der deutschen. Der Deutsche muss es eben immer übertreiben. Nicht seine Geschichte macht den Deutschen so gefährlich, sondern seine Genauigkeit und sein Gehorsam. Das gibt es zum Glück nicht in Bulgarien, weder kennt man hier Genauigkeit, schon gar nicht bei der Uhrzeit, noch Gehorsam. Was aber zumindest in Sofia schon so ist wie in Berlin, ist, dass die Menschen keine Zeit mehr haben. Dazu muss man wissen, dass viele Einwohner der bulgarischen Hauptstadt keine Hauptstädter sind, ganz genauso wie in Berlin. Der Unterschied ist, dass die allermeisten Zugezogenen hier lieber auf ihrem Dorf geblieben wären, wenn es dort Arbeit für sie geben würde. Mit ihrer Arbeit in Sofia müssen sie nun nicht nur ihr Leben in der bulgarischen Hauptstadt finanzieren, sondern auch noch ihre Hinterlassenschaften auf ihrem Dorf versorgen. Da kann man schon mal schlechte Laune bekommen. Sie sind nicht nach Sofia gegangen, weil es gerade in und chick war, wie dies in Berlin nur allzu oft der Fall war und vielleicht immer noch ist. Die schlechte Laune, die viele Menschen in Sofia permanent haben, ist also absolut echt und kein Markenzeichen. Nach zweieinhalb Wochen dort habe ich trotzdem erst einmal genug davon. Und überhaupt: Das wichtigste im Leben sind die Veränderungen.

Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (82)

Alexander Newski Kathedrale in Sofia

Nach meinem vorerst letzten Besuch bei meinem Zahnarzt, wo es passend zu Corona eine neue Krone für mich gab, bin ich heute in mein Dorf im Nordwesten, der ärmsten Region Bulgariens, zurückgekehrt. Während meiner Fahrt wurde mein Bericht über den zweiten nationalen Protest am 23. Februar in Sofia hier auf Rubikon veröffentlicht. Jetzt bin also auch ich Reporter geworden, was mir irgendwie liegt, denn ich beobachte gerne und höre den Menschen zu. In meinem Taxi habe ich mich zu einem Extrem-Zuhörer entwickelt. Unters berichtende Volk bin ich aber vor allem aus Notwehr gegangen. Notwehr gegen alle Falsch-, Fehl- und Nichtinformationen, und auch gegen den falschen und fahrlässigen Gebrauch der Sprache, der mir körperliche Schmerzen bereitet. Körperliche Schmerzen, weil man sich in der deutschen Sprache, im Gegensatz zum bulgarischen beispielsweise, sehr genau ausdrücken kann. Dass dies in letzter Zeit von denen, dessen Handwerk unsere gemeinsame Sprache sein sollte, die Sprache der Dichter und Denker, immer weniger getan wird, dafür kann man sich nur noch schämen. Schämen alleine reicht aber schon lange nicht mehr aus. Man muss die Dinge auch beim Namen nennen. Es ist eine Balkanisierung, ein Missbrauch der deutschen Sprache und die eigentliche Schwurbelei.

Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (81)

Kostüm meines Zahnarztes (Geschenk von der Ex)
Ich wäre so Deutsch, musste ich mir neulich von meinem Freund, den Zahnarzt hier in Sofia anhören, woraufhin ich mich sogleich für mein Deutsch-sein entschuldigt habe. Meine Entschuldigung wurde angenommen, aber nicht nur das. Mein Freund und Zahnarzt schätzt mein Deutsch-sein, was sich vor allem dadurch ausdrückt, dass ich nicht nur pünktlich, sondern immer zehn Minuten vor der Zeit bin. Doktor Konstantinow geht aber noch einen Schritt weiter, er will sich sogar ein Beispiel an mir nehmen. Darüber hinaus hat er versprochen, dass wir uns bei meinem nächsten Termin morgen um 10 Uhr nicht nur über Zähne, sondern auch über Nietzsche unterhalten werden.

Mein Freund, der Zahnarzt, und ich in seiner Praxis

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Gedenktag für die Opfer der ‚Corona‘-Agenda

Verzweifelt in Sofia
Gerade erreicht mich der Vorschlag, den heutigen Tag zum Gedenktag für die Opfer der ‚Corona‘-Agenda zu machen, den ich nachfolgend veröffentlichen möchte:

Wir rufen den 9. März, an dem im Jahr 2022 die österreichische Regierung die mit verachtenswerten Mitteln herbeigeführte Verpflichtung, zu einer gentechnischen Behandlung bei Androhung schwerer Sanktionen, ohne Einsicht in ihre gewissenlos kriminelle Handlungsweise, ausgesetzt hat, als internationalen Gedenktag aus.

 Wir gedenken

– der Menschen, die im Zuge der ‚Corona‘-Agenda durch Rufmord, durch existenzielle Bedrohung, durch verweigerte medizinische Behandlung, durch falsche medizinische Behandlung und durch gentechnische Behandlung zu Tode gebracht und in den Suizid getrieben wurden;

– der Menschen, die durch schädliche öffentliche Maßnahmen, und durch die aufgenötigten gentechnischen Behandlungen schwere und schwerste Schäden an ihrer seelischen und körperlichen Gesundheit erlitten, sowie in der Aussicht leben müssen, dass solche Schäden bei ihnen eintreten werden; 

– der Menschen, deren wirtschaftliche Existenz durch die ‚Corona‘-Agenda ruiniert wurde, so dass für die Zusammenarbeit und für die Versorgung der Gesellschaft schwerer Schaden entstanden ist;

– der Menschen, die durch das bewusste Herbeiführen von Diskriminierung, durch unzureichende und durch falsche Information schweren Schaden in ihren Beziehungsgefügen, ihren Nachbarschaften und in ihrer Stellung in der Gesellschaft erlitten haben;

– und mit ihnen aller Opfer einer Politik, die zum Schaden der Menschheit unter dem Vorwand einer fingierten Gefahr für die Gesellschaft, ausschließlich totalitären Motiven und der Maxime von Privatinteressen einer kleinen, unbelehrbar fehlgeleiteten und gewaltbereiten Minderheit dient.
Mülleimer in Sofia
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Deutsche Antifa so antifaschistisch wie der antifaschistische Schutzwall es war

 

Die Antifa in Deutschland ist so deutsch, also folgsam, praktisch faschistisch, dass weder die Antifa in Österreich, noch die in Frankreich etwas mit ihr zu tun haben will, wie auch obiges Interview beweist. Für mich ist die deutsche Antifa, die mich vor jetzt ziemlich genau drei Jahren als „Nazi“ bezeichnet hat, nur weil ich gegen die illegale Konkurrenz von Uber demonstriert habe, schon lange so antifaschistisch, wie der antifaschistische Schutzwall es einst war.
PS: Erfahre gerade, dass Österreich seine Impfpflicht ausgesetzt hat. Möglicherweise ein Grund für die deutsche Antifa und ihrem „Wir impfen euch alle!“, das Nachbarland bald „Heim ins Reich“ zu holen.
Video KetzterDerNeuzeit
Text TaxiBerlin

Bericht aus dem Donbass – von Alina Lipp

 

Die Deutsch-Russin Alina Lipp berichtet aktuell aus dem Donbass. Und da ich irgendwann einmal gelernt habe, dass man immer beide Seiten sehen muss, schaue ich mir auch das an, was ich auch jedem nur empfehlen kann. Alina Lipp tut dies, was ein guter Journalist tun sollte. Sie geht dahin, wo es weh tut, einfach weil das, was es dort zu sehen gibt, möglicherweise nicht ins eigene Weltbild passt. Ich habe ganz großen Respekt vor dem Mut und der Arbeit von Alina Lipp.

Video AlinaLipp
Text TaxiBerlin

Bericht aus Bulgarien (80)

Apotheke mit Spritpreisen

Auch wenn in Bulgarien die Spritpreise an Apotheken angezeigt wird, gibt es den Diesel und das Benzin hier an der Tankstelle. Sie werden auch nicht an jeder Apotheke angegeben, sondern nur bei denen von МАРЕШКИ, also MARESHKI. In Sofia soll МАРЕШКИ alias MARESHKI nur eine Tankstelle haben, und zwar auf den Ring von Sofia, dem Äquivalent zum Berliner Ring, wenngleich der Ring um die bulgarische Hauptstadt unvollendet ist, wie so vieles in dem kleinen Land sehr am Rand. Ich war selbst noch nie bei МАРЕШКИ sprich MARESHKI tanken, obwohl dort der Sprit immer am preiswertesten sein soll. Im Moment gibt es laut der Anzeige in der Apotheke den Diesel dort für 2,79 Lewa (1,40 Euro) und das Benzin für 2,74 Lewa (1,37 Euro) der Liter.

Foto&Text TaxiBerlin