Silvester habe ich diesmal mit alten und neuen Freunden auf einer Esel-Farm in einem der zahlreichen Gebirge Bulgariens verbracht. Insgesamt waren wir 11. Ein bulgarischer Freund und Tierarzt, der die Farm betreut, hatte uns eingeladen. Mich, meine Partnerin aus Kalifornien und Kollegin aus New York. Eine Bulgarin, die in Italien groß geworden und eine weitere, die in Frankreich aufgewachsen ist. Der bereits erwähnte Engländer, der seit zehn Jahren in Bulgarien lebt. Und eine Lehrerin für bulgarische Literatur aus Sofia, um nur einige zu nennen.
Von den 11 sind drei geimpft gewesen. Acht waren es nicht, was in etwa dem Landesdurchschnitt entspricht. Die Lehrerin aus Sofia war Ende vergangenen Jahres an Corona erkrankt, allerdings nicht schwer, eher wie eine normale Grippe. In Bulgarien wird sie jetzt, was das Impfen angeht, ein Jahr in Ruhe gelassen. Sie unterrichtet auch schon wieder. Ansonsten spielte Corona bei unserem mehrtägigen Zusammensein keine Rolle. Nur einmal kamen wir auf das Thema zu sprechen. Die drei Geimpften sagten unisono, dass sie nicht an die Impfung glauben würden, und dass sie sich nur impfen lassen haben, um reisen zu können. Dass damit ein Impf-Abonnement verbunden ist, daran hätten sie nie im Leben gedacht. Sie dachten wie viele anderen auch: Einmal impfen, maximal zweimal – und gut. Nun überlegen sie, wie sie aus dem Impf-Kreislauf herauskommen, das Impf-Abonnement wieder loswerden können.
Statt über Corona haben wir uns über andere Dinge ausgetauscht, beispielsweise über Filme und Bücher. Wir haben auch viel getanzt und so einiges gekocht. Ich zum Beispiel habe Hering-Salat gemacht, der gut angekommen ist. Jemand hat Brot gebacken. Es gab auch Humus, Pizza & Pasta, außerdem Schnitzel und bulgarische Spezialitäten wie „swinsko s sele“, Schweinefleisch mit eingelegtem Kohl. Geböllert haben wir nicht, auch der Esel wegen. Ich erwähne das mit dem Knallen, weil in Bulgarien dafür das deutsche Wort „Feuerwerk“ verwendet wird. In der Mehrzahl heißt es dann „Feuerwerki“, und die Mehrzahl mit Artikel sind „Feuerwerkite“. Diese Vokabeln werden auch in den offiziellen Nachrichten in Bulgarien verwendet, was irgendwie witzig klingt. Ich hatte es vorher im Autoradio gehört. Auf der Esel-Farm gibt es weder Fernsehen noch Radio. Dafür ein Klavier, auf dem gespielt wurde, meistens Schubert, aber auch Beethoven, Mozart, Liszt und Tschaikowski.
Viel Zeit haben wir auch mit den Eseln verbracht. Mindestens einmal am Tag sind wir mit ihnen losgezogen. Dazu muss man wissen, dass sich der Esel seinen Menschen aussucht, mit dem er losziehen möchte, und nicht umgedreht. Eine Wanderung mit einem Esel beruhigt ungemein, macht drüber hinaus klug und sieht auch noch gut aus. Die Esel auf der Farm haben alle schon einen Chip unter der Haut. Auch sonst hat der Esel uns viel voraus, kann man einiges von ihm lernen. Mein Esel beispielsweise hat mich auf eine Idee gebracht, an die ich bisher nicht gedacht hatte. Dazu muss man wissen, dass in Bulgarien praktisch alles möglich ist, was anderswo undenkbar wäre. So wie umgedreht Dinge unmöglich sind, die andernorts normal geworden sind – leider.
Beispielsweise Ungeimpfte zum Sündenbock für alles zu machen. Sie nicht mehr medizinisch zu behandeln, selbst wenn sie kein Corona haben, was kaum mit dem Hippokratischen Eid vereinbar sein dürfte. Oder sie gar als Blinddarm zu bezeichnen, auf den man verzichten kann und besser auch sollte. Das ließ eine Frau der Welt via Twitter wissen, die für Öffentlich/Rechtlich arbeitet, die mit dem Bildungsauftrag. Als nächstes wird Sarah Bosetti, so heißt die Dame, wohl selbst Hand anlegen und eine Appendektomie vornehmen, möglicherweise ohne Anästhesie. Wahrscheinlich delegiert sie aber auch die „gute Tat“. Sicher dagegen ist, dass die Verrohung der Sprache Taten ankündigt, die demnächst folgen werden. Genauso sicher ist, dass es irgendwann ein Buch genau darüber geben wird mit dem Titel: „LCI – Lingua Coronää Imperii“.
Alles Erscheinungen, die es so in Bulgarien nicht gibt, weswegen das kleine Land am Rande unseres Kontinents für mich „Die große Freiheit“ ist. Äußerungen, wie die von Sarah Bosetti, lassen mich aber selbst in 2.000 Kilometer Entfernung aufhorchen. Auch ihr würde ich grundsätzlich eine Wanderung mit einem Esel empfehlen, wenn es dafür nicht schon zu spät ist für sie. Mich hat mein Esel jedenfalls auf eine Idee gebracht. Um genau zu sein, war es wohl die Bulgarisch-Lehrerin, aber auch ich möchte Fünfe auch mal gerade sein lassen. Die Idee ist, sich von irgendwo Corona zu „holen“, denn selbst das ist in Bulgarien möglich. Und möglicherweise ist es auch das Sinnvollste, was man tun kann. Denn mit Corona weiß man, was man hat – im Gegensatz zur Impfung. Das hat mir zumindest mein gechipter Esel „geflüstert“. – Und ich glaube, er hat Recht.
Foto&Text TaxiBerlin
Wie ich bereits erwähnte, erreichten mich nach meinem Artikel „Bulgarien – die große Freiheit“ auf Multipolar viele Zuschriften, unter anderem eine von Kathrin aus Österreich, deren ausführlichen Bericht ich nachfolgend veröffentlichen möchte. Sie hat mir ihren Bericht zukommen lassen, weil sie aus meinem Artikel erfahren hatte, dass ich nicht geimpft bin, und sie mich auf den Fall einer Infektion vorbereiten wollte, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Kathrin heißt in Wirklichkeit nicht Kathrin, aber sie kommt aus Österreich, wo, genauso wie in Deutschland, der Wahnsinn ausgebrochen ist. Sie, ihr Mann, ihre Schwester und ihr Bruder sind Ende 40 bis Mitte 50, ihre Eltern sind Anfang 80. Kathrin beschreibt in ihrem ausführlichen und lesenswerten Bericht, wie ihre Familie Corona überlebt hat, und das ganz ohne Impfung und auch ohne Aufenthalt im Krankenhaus:
Lieber Herr Milkow,
ich habe mit Begeisterung Ihren Bericht gelesen. Bin selber auf einen Bauernhof mit viel Arbeit in Österreich aufgewachsen und habe im Bezug auf Auswandern und im Dorf leben keine Rosarote Brille. Aufgrund der wahnsinnigen Entwicklungen hier bei uns entwickle ich eine richtige Sehnsucht nach einem Leben so richtig im Dorf, weg von all diesen Impf-talibans.
Vor der experimentellen Impfung habe ich nach wie vor Angst, vor den Impftalibans habe ich noch mehr Angst, vor Corona nicht, aber man sollte die Infektion schon ausreichend ernst nehmen.
Weiters habe ich gelesen, dass Sie noch nicht Corona hatten, somit möchte ich meine Erfahrung damit teilen, damit Sie so gut wie möglich, im Falle einer Infektion über die Runden kommen.
Ich möchte hiermit Zeugnis geben, dass Frühbehandlungen bei Corona, unabhängig vom Alter wirklich sehr effizient und hoch wirksam sind. Vor allem, wenn diese ehestmöglich zum Einsatz kommen. Und es ist nicht nur Ivermectin, das wirkt. (https://ivmmeta.com/)
Meine Mutter, mein Vater, mein Bruder, meine Schwester, mein Mann und ich (alle nicht geimpft), wir alle haben uns bei unserer Mutter Anfang November 2021 angesteckt und hatten zum Glück einen Arzt an unserer Seite, der uns „heimlich“ behandelt hat, da es offiziell von der Ärztekammer und vom Staat geahndet wird und verboten ist. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen in unserem freien Österreich. „Heimlich behandelt“ weil was es nicht geben soll und kann, darf es nicht geben.
Meine Erfahrung ist, dass man umgehend mit der Therapie beginnen soll, ab dem Moment, wo man weiß, man ist positiv.
Anbei die Liste, die uns unser Arzt empfohlen hat:
Trinken bis man übergeht, so viel wie möglich. Am besten antivirale Tees wie Beifuss, Thymian, Zistrose, Süßholz, Schlafbeere etc. – oder auch Wasser, wichtig ist, dass man bis zum Anschlag trinkt;
Raum sollte sehr warm und sehr feucht sein (das mögen die Viren nicht) und hin und wieder sehr gut durchlüften.
Inhalieren am Tag so oft wie möglich; mit Thymian, Salbei, Oregano, Kamille, Salzwasser etc. – einfach in einen Topf mit kochendem Wasser großzügig 3 volle Esslöffel Kräuter hineinrühren, großes Handtuch über den Kopf und dann einatmen bis das Wasser kaum mehr dampft (ca. 10 min. oder länger); mindestens 4 bis 5 mal am Tag
Mund- und Nasenspülung mit Coldamaris Nasenspray oder anderen antiviralen Sprays so oft wie möglich, im Notfall geht Salzlösung auch.
Intervallfasten von 20 Stunden am Tag nichts essen und nur in den restlichen 4 Stunden essen – kein Zucker und keine Milch bzw. Milchprodukte; ich selber habe 3 Tage gefastet, nichts gegessen, hatte bei meiner Corona-Infektion mit drei Tage Fieber sowieso keinen Hunger – das kurbelt den Selbstreinigungseffekt/Autophagie des Körpers maximal an, danach habe ich Intervall gefastet.
Keine weiteren Fiebersenker vor allem am Beginn der Infektion verwenden! Fieber ist die erste natürliche Reaktion, um das eigene Immunsystem hochzufahren ……
Diese Palette an Nahrungsergänzungen und Medikamente hat uns unser Arzt verschrieben:
1. Ivermectin (12 mg Tablette)- 1-1-1/pro Tag für 7 Tage
2. Zink 30 mg – 1-1-1/Tag für 7 Tage
3. D3 Kps – 20.000 IE – 1-1-1/Tag bis man gesund ist
4. L- Lysine 4 g tgl
5. Symbioflor1 (Darmbakterien, die bei Atemwegserkrankungen unterstützen) 20-20-20/Tag für 4 Monate
6. Magnesium 400 mg – 1 mal tägl (vor allem für unsere Eltern,)
7. Schwarzkümmelöl – 1 Esslöffel 1-1-1/täglich
8. Aspirin complex 1 x 1 tägl. (blutverdünnende Wirkung)
9. Acetylcystein 600 mg 1 tägl . am Morgen
Folgende zusätzliche pflanzliche Mittel haben wir genommen:
Andrographis paniculata (Kalmegh) – 350 mg – 1-1-1/Tag
Curcuma/Pfefferextrakt – 500 mg – 1-1-1/Tag
Kapuzinerkresse/Meerrettichextrakt (als Arzeinmittel bei uns in der Apotheke als „Angocin“ erhältlich) – 4 Tablettten auf einmal – 1-1-1/Tag ( das wirkt echt super bei beginnenden Bronchien bzw. Lungenenzündungen)
Ingwer-Curucma-Zwiebel-Knoblauch-Zitrone-Honigmischung (alles Bio, nur Zwiebel und Knoblauch geschält – klein schneiden und in einem Stabmixer pürieren – 4 bis 5 Teelöffelt täglich, wenn es zu scharf ist, dann einfach mit Wasser verdünnt trinken
Das Ergebnis der Behandlung bei allen von uns:
Mein Vater (gesundheitlich nicht mehr so gut beinander), mein Mann (Raucher und ein Baucherl), mein Bruder, und meine Schwester hatten nur 2 bis 4 Tage Symptome, ein wenig Fieber oder Rückenschmerzen, dann war die Infektion und Symptomatik bei ihnen schon vorbei.
Ich hatte drei Tage lang Fieber und bekam dann nach einer Woche einen trockenen Husten, der mich 2 weitere Wochen lang begleitete, das war’s für mich.
Wir haben alle am ersten Tag ab Symptombeginn mit der Medikation und Behandlung begonnen.
Bei meiner Mutter war es leider ein bisschen anders. Sie war die erste mit der Infektion. Bei ihr haben wir uns alle angesteckt. Bei meiner Mutter haben wir die Corona-Infektion leider erst am 6. Tag entdeckt, drei Antigentests waren vorher immer negativ, die Symptome waren nicht so typisch, Übelkeit, Durchfall, Fieber und Kopfweh. Wahrscheinlich hat sie in diesen 6 Tagen unbehandelt bereits eine leichte Lungenentzündung entwickelt.
Wir haben ihr die gesamte Medikation wie oben beschrieben, verabreicht, zusätzlich noch Antibiotika und ein kortisonhaltiges Medikament für 6 bis 7 Tage verabreicht. Seit Anfang Dezember 2021 geht es ihr wieder gut, und sie wird von Tag zu Tag kräftiger. Seit drei Wochen führt sie ihren Haushalt wieder allein. Da meine Mutter für Thrombosen anfällig ist, hat uns unser Arzt noch zur Sicherheit für weitere 20 Tage ein blutverdünnendes Medikament verschrieben, welches sie bis vor einer Woche eingenommen hat.
Das Spital, wo eine ärztliche Untersuchung möglich gewesen wäre, war für uns keine Option, da wir (alle als Ungeimpfte) unsere Mutter im Notarztwagen abgeben hätten müssen. Ungeimpfte Besucher dürfen seit Monaten nicht mehr Angehörige im Spital besuchen. Eine Spitalsbehandlung mit möglicher Intubation hätte meine Mutter mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überlebt.
Es ist eine unglaubliche verrückte Zeit! Wir leben in einem hochentwickeltem Land mit einem angeblichen besten Gesundheitssystem, in das man sein Leben lang eingezahlt hat und kommt dann in die Situation, wo man komplett auf sich alleine gestellt ist, alleine gelassen wird und erfolgreiche Behandlungen als illegal abgestraft werden. Einfach ein Irrsinn!
Unter diesen Links (Plattformen von Wissenschaftlern und Ärzten aus der ganzen Welt, die sich intensiv für eine frühzeitige Behandlung von Covid einsetzen) kann man sich ebenfalls Frühbehandlungsprotokolle, von erfahrenen Ärzten zusammengestellt, herunterladen:
https://bird-group.org/who-are-bird/ (UK)
https://covid19criticalcare.com/ (USA)
Ich wünsche Ihnen in Bulgarien alles Gute!
So das Corona-Diktatursystem bei uns in Österreich im Frühjahr immer absurder wird, hoffe ich mich auf die Alm flüchten zu können. Wenn dann gar nichts mehr geht, dann ist Bulgarien hoffentlich eine gute Alternative, wenn nicht auch dort der Corona-Wahnsinn Einzug hält.
Ich wünsche eine gesegnete Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins Jahr 2022,
Kathrin aus Österreich
Foto&Text TaxiBerlin
Am Sonntag, es war der zweite Weihnachtsfeiertag, habe ich zusammen mit meinem Freund Jerry, The Englishman in Bulgaria, die Gegend erkundet. Jerry, der schon zehn Jahre permanent in der Region wohnt, habe ich im Sommer auf einer Ausstellung kennengelernt. Es gibt auch Ausstellungen in Bulgarien, selbst in der ärmsten Region, dem Nordwesten, des ärmsten Landes der Europäischen Union, wenn nicht gar Europas. Trotz Armut und Verfall ist Bulgarien ein zivilisiertes und kein barbarisches Land.
Jerry hat die Gegend jahrelang mit seinem Motorrad erkundet und kennt sie besser als ich, der immer nur seine zweimonatigen Auszeiten vom Taxifahren hier verbracht hat. Dafür weiß ich Dinge über Bulgarien, die Jerry nicht weiß. Wir ergänzen uns gut, sind sozusagen ein Team. Durch ihn frische ich auch mein englisch auf, denn Jerrys bulgarisch ist ungefähr so gut wie sein deutsch, obwohl er mit einer Deutschen, genauer: einer Ostdeutschen, verheiratet war. Jetzt ist er mit einer Bulgarin zusammen.
Ich will jetzt aber nicht über Jerry schreiben, der sich, obwohl er viele Jahre in der Armee Ihrer Majestät gedient hat, einen Lebensabend im Königreich nicht mehr leisten kann. Ein Phänomen, das demnächst auch für viele Deutsche selbst vor Eintritt ins Rentenalter zutreffen dürfte, weswegen auch für sie Bulgarien als ein Land, das sie sich noch leisten können, interessant werden wird. Das ist zumindest meine Prognose.
Zusammen mit Jerry habe ich mich auf den Weg in den nordwestlichen Zipfel gemacht, dem Dreiländereck Bulgarien, Serbien und Rumänien. Gekommen sind wir bis zur Stadt Belogradchik, die für ihre Felsformationen bekannt ist, die an das Grand Canyon in den USA erinnern, aber natürlich viel kleiner sind. Bis zur serbischen Grenze sind es von dort 20 Kilometer, bis zur rumänischen an der Donau etwa das doppelte, also 40 Kilometer.
Ich bin schon zweimal hier gewesen, habe aber immer nur die Felsen erkundet. Jerry kannte sich auch mit den Lokalitäten aus. Der serbische Grill würde erst am Abend öffnen, wofür es noch zu früh war. Das große Restaurant, vor dem wir parkten, hatte einen phantastischen Blick auf die Felsformation, nervte aber mit lauten Weihnachtsliedern für Kinder.
So entschieden wir uns für die Mehana, eine typisch bulgarische Kneipe, in einem naheliegenden Hinterhof, in der gerade eine Männerparty mit Heavy Metal im Gange war. Wir wurden trotzdem freundlich von den reichlich angetrunkenen Herren begrüßt. Für einen Frühschoppen war es wiederum reichlich spät, und das merkte man ihnen an. Ein Grünes Zertifikat wurde nicht verlangt, außer der Kellnerin trug auch niemand eine Maske.
Das Essen, eine Hühnersuppe, eine serbische Wurst vom Grill und eine panierte Paprika, war essbar, aber nicht der Rede Wert. Es ist schwer geworden, in Bulgarien gutes Essen zu finden. Viele Bulgaren gehen deswegen schon gar nicht mehr irgendwo essen. Nicht wenigen scheint das schlechte Essen aber nichts auszumachen. So, als würde ein ganzes Land seinen Geschmack verlieren.
Wir entschlossen uns, den Kaffee in dem Restaurant einzunehmen, vor dem unser Auto parkte. Anstelle der Weihnachtslieder war jetzt Tschalga-Musik zu hören. Die Kinder waren offensichtlich schon gegangen. Tschalga-Musik, wer sie nicht kennt, wird nachgesagt, dass mit ihr Bürgerkriege beginnen würden, was grundsätzlich stimmen mag, aber nicht in dieser Lautstärke. Für bulgarische Verhältnisse war es fast leise.
Der Kaffee war gut, die Creme Caramel und der Cheese Cake OK. Ein Grünes Zertifikat brauchten wir auch hier nicht, und die Kellnerin trug auch keine Maske. Alles ganz normal und zivilisiert, genau wie der Preis. Insgesamt hat jeder von uns 10 Lewa, also fünf Euro, ausgegeben – für Mittagessen und Kaffee zusammen wohlgemerkt.
Alles könnte so schön, wenn nicht auch viele Bulgaren sich diese Preise leisten könnten. Diese können sehr laut sein, und wenn es nicht ihre Musik ist, so sind sie es, die einem auf die Nerven gehen. Jerry und mir nicht mehr, wir sind bereits akklimatisiert, man könnte auch sagen abgestumpft. Ich schreibe das nur, um auch hier bei der Wahrheit zu bleiben.
Bulgaren mögen nicht nur den direkten, also den Körperkontakt zu anderen, weswegen das mit dem Mindestabstand hier auch nicht funktioniert – nicht funktionieren kann, sondern auch eine enorme Lautstärke. Es wird hier praktisch nie einfach nur gesprochen, gesagt oder geredet, sondern immer nur geschrien und gerufen.
Das ist von der Sache her OK, andere Länder – andere Sitten, aber eben auch gewöhnungsbedürftig. Deswegen erwähne ich es. Nicht damit es später Klagen gibt, etwa in der Form: Da sind wir nach Bulgarien ausgewandert, und dann wimmelt es dort nur von Bulgaren. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben, so wie Amerika nicht ohne Amerikaner und die Krankenpflege nicht ohne Kranke.
Andererseits lassen sie einen in Ruhe, die ewig schreienden Bulgaren, zumindest was den Grünen Pass, die Maske und besagten Mindestabstand angeht. Alles Gute ist eben nie beieinander, auch in Bulgarien nicht, das sagt auch Jerry.
Über Jerry, mit dem ich gerade auf einer Esel-Farm bin, wo wir zusammen mit den Grautieren das neue Jahr erwarten, werde ich demnächst ausführlicher schreiben. Für heute will es ich hierbei belassen. Allen Lesern, egal ob Esel-Narren oder nicht, wünsche ich einen guten Rutsch und ein friedliches neues Jahr. Komm gut rein!
Kurz vor Weihnachten habe ich überlegt, mir einen zweiten Ofen zuzulegen, um einen weiteren Raum beheizen zu können. Bereits im Sommer hatte ich einen „Prity“-Ofen bei „Praktiker“ gekauft, der damals im Angebot war. Im Moment ist es so, dass man nur mit „Grünem Zertifikat“ bei „Praktiker“ reinkommt. Neulich bin ich noch ohne drin gewesen, da habe ich den Security-Menschen am Eingang einfach ignoriert. Obwohl es einmal geklappt hat, wollte ich diesmal etwas anderes ausprobieren. Jemand hatte mir erzählt, dass es in Montana einen „Show-Room“ für Öfen geben würde. Also auf nach Montana.
Besagten „Show-Room“ gibt es schon seit Jahren nicht mehr, dafür eine Art Lager, wo jemand Öfen verkauft. Ich musste herumfahren und herumfragen, um dies in Erfahrung zu bringen. Es war schwierig, jemanden zu finden, der überhaupt mit mir sprechen wollte. Auch in Bulgarien hat der Weihnachts-Wahnsinn mit seinen Einkäufen und Vorbereitungen Einzug gehalten. Zum Schluss ist einfach jemand zu mir ins Auto gestiegen und hat mir den Ort gezeigt, den ich alleine nicht gefunden hätte.
Die Auswahl dort war ganz ordentlich, um die dreißig Modelle verschiedener Hersteller. Der Verkäufer, der weder ein Zertifikat sehen wollte, noch auf der Maske bestand, er trug selbst auch keine, kannte sich sogar aus mit den Öfen, die er verkaufte. Trotzdem wollten ich es nicht übers Knie brechen, auch weil es keine Lagerverkaufspreise waren, sondern ganz normale. Ich hatte vorher schon geplant gehabt, auch beim lokalen Baumarkt vorbeizufahren. Zuvor musste ich noch meinen freundlichen Führer zurückbringen, für den die Öfen des Mannes auch von Interesse gewesen waren.
Bei „T-Maxx“ erwarteten mich zwei Mitarbeiter des Baumarktes, die das „Grüne Zertifikat“ sehen wollten. Da ich kein solches Zertifikat habe, musste der Baumarkt auf meinen Einkauf verzichten. Hätte ich mir vorher von irgendjemandem das „Grüne Zertifikat“ kopiert, wäre ich reingekommen. Nur die Polizei darf in Bulgarien den Personalausweis, also die „litshna karta“, kontrollieren – keine Security und auch keine Mitarbeiter.
Nachdem man mich bei „T-Maxx“ nicht hereingelassen hat, hätte ich jetzt gleich zurück zum Ofen-Lager fahren und mir dort einen Ofen aussuchen können. Und obwohl der Verkäufer dort wie gesagt weder auf irgendein Zertifikat noch auf die Maske Wert gelegt hat, habe ich mich dagegen entschieden – zumindest vorerst. Ich will erst noch im Internet nach Öfen schauen. Jetzt nicht so sehr wegen den Preisen, sondern wegen den Modellen, und da insbesondere nach denen der Marke „Prity“. Von „Prity – fireplaces and stoves“ ist der Ofen, den ich mir im Sommer bei „Praktiker“ gekauft habe. Es ist das 12kW Modell „FM“, mit dem ich auch Brot backen kann, und mit dem ich sehr zufrieden bin. Es geht nichts über selbstgebackenes Brot, am besten im Holzofen.
„Prity “ ist nicht nur „der Mercedes unter den Öfen“ hierzulande und hat dementsprechend seinen Preis, sondern stellt auch viele verschiedene Modelle her. Ich will sicher sein, dass es auch wirklich das passende und optimale Modell für den anderen Raum ist. Ziemlich deutsch – ich weiß. Aber da ich den ersten Ofen ohne groß nachzudenken gekauft habe, will ich es jetzt beim zweiten anders machen. Getreu meinem neuen Mantra: Das wichtigste im Leben ist die Veränderung.
Obwohl ich nur allzu oft will, dass alles beim Alten bleibt. So ist mir beispielsweise eingefallen, dass es früher in Bulgarien auch immer nur einen warmen Raum im Haus gab, und zwar die Küche, so wie bei mir. Ein zweiter warmer Raum wäre so gesehen eine ziemliche Veränderung, aber vor allem schon Luxus für mich, und den kann ich mir gerade nicht leisten. Außerdem ist für den Moment der Frühling zurückgekehrt. Ich will es nicht ausschließen, dass, wenn morgen der Winter wieder kommt, ich auch da eine Veränderung wünsche. Sobald ich einen zweiten warmen Raum nicht mehr für luxuriös halte, fahre ich auf jeden Fall zu dem Mann mit den Öfen in Montana.
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