„Such‘ dein Glück woanders!“

Am Potsdamer Platz

Gestern war ich im Abgeordnetenhaus von Berlin, wo Taxifahrer Politikern eine Petition übergeben haben, um einmal mehr auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen. Die Taxifahrer hoffen immer noch auf die Politik. Eine Hoffnung, die ich lange aufgegeben habe. Nicht nur, wenn es ums Taxifahren geht. Im Gespräch mit den ehemaligen Kollegen stellte sich heraus, dass das Taxigeschäft in den letzten Jahren nochmals schlechter geworden ist. Wie sollte es auch anders sein, wenn Taxis bis heute Werbung für ihren Totengräber machen (siehe Foto oben). Ein Kollege berichtete von drei Fahrten pro Schicht. Als ich noch Taxi gefahren bin, waren es zehn bis fünfzehn. Heute freut sich der Kollege, wenn es mal vier pro Schicht sind. Der Kollege gab mir mit auf den Weg, mein Glück woanders zu suchen, was mich im ersten Moment traurig machte. Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, freue ich mich, dass ich die Freiheit habe, mein Glück anderswo zu suchen. Viele haben sie nicht, beispielsweise der Kollege. Er muss am Taxifahren festhalten, auch wenn es sich nicht mehr rechnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert