Annalena ungeschminkt

Einmal mehr betätigt sich der Spiegel als Presseorgan der Regierung. Diesmal geht es um keine „Demo gegen Rechts“, sondern um die Schminke des Aussenministerin. Die braucht Annalena Baerbock nach eigenen Angaben, die vom ehemaligen Nachrichtenmagazin unwidersprochen wiedergegeben werden, damit sie nicht aussieht „wie ein Totengräber“, in diesem Fall Totengräberin. Dass sie ohne Schminke aussehen würde wie eine Totengräberin, liegt nach Annalena Baerbock daran, dass sie „sehr, sehr viel reise“ und „zu Tag- und Nachtzeiten sehr viel unterwegs“ sei. Auf die Idee, dass sie wie eine Totengräberin aussieht, weil sie eine Totengräberin ist, darauf kommt weder Annalena Baerbock noch der Spiegel. Obige Frau, eine Plastik im Zentrum der bulgarischen Stadt Montana, sieht nicht aus wie eine Totengräberin. Das liegt auch an der Taube, die sie gerade aus ihrer linken Hand aufsteigen lässt. Die Taube ist – in einfachem Deutsch, damit es auch die letzte Kriegstreiberin versteht – ein Symbol für den Frieden. Vielleicht sollte Annalena Baerbock anstatt zu viel zu fliegen auch eine Friedenstaube fliegen lassen. Liebe Annalena, beende deinen Krieg mit Russland! Er ist nicht unser Krieg, er ruiniert nur unser Land und deine Gesundheit. Deswegen siehst Du ungschminkt aus wie eine Totengräberin.

Denk ich an die Deutschland in der Nacht …

Foto: Holger Gross

Es ist egal, ob man an Deutschland oder an Amerika denkt. Praktisch kann man gerade an jedes Land auf der Welt denken, um frei nach Heinrich Heine zu sagen: „Denk ich an die Welt in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ – Da ich letzte Nacht nicht schlafen konnte, habe ich mir eine Debatte mit zwei Mumien in Amerika angesehen. Die eine Mumie war tot, während die andere nur halbtot war. Bulgarien, wo obige aktuelle Aufnahme entstand, ist Deutschland nur um eine Stunde voraus. Trotzdem gilt: heute in Bulgarien, morgen in Deutschland. Obwohl Deutschland Amerika um mehrere Stunden voraus ist, galt bisher: heute in Amerika, morgen in Deutschland. Zum Glück ändert sich das gerade. Deutschland übernimmt endlich wieder die Führung. Das wurde auch höchste Zeit. Mit dem Untergang kennt sich niemand besser aus als Deutschland, und das weltweit.

Der Kinderspielplatz neben dem Kriegerdenkmal – das Kommende

Seit Bulgarien vor 17 Jahren der EU beigetreten ist, hat die EU vor allem eines hier bauen lassen: Kinderspielplätze. So auch obigen direkt neben dem Kriegerdenkmal aus dem letzten Jahrhundert auf dem zentralen Dorfplatz. Lange habe ich mich gefragt, warum Kinderspielplätze? Jetzt ist es mir klar geworden. Viele von denen, die dort als Kinder gespielt haben, sind heute im Westen. Kinderspielplätze sind öffentliche Kinderstuben. Und wer die Kinderstube beherrscht, beherrscht bekanntlich die Zukunft. – Auch was Kriegerdenkmäler angeht. Bulgarien ist nicht umsonst Deutschland um eine Stunde voraus. Das Kriegerdenkmal direkt neben dem Kinderspiel ist in Bulgarien heute schon Normalität. Und morgen auch in Deutschland.

Treffen beim Advokaten des Teufels

Die Sache mit Julian Assange, der sich, bevor er zurück in seine Heimat Australien darf, noch auf irgendeiner Insel der Amerikaner schuldig bekannt hat, erinnert mich an die Ausreise von DDR-Bürgern aus der Prager Botschaft in die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik war damals noch ein anderes Deutschland, als es heute ist. Das heutige Deutschland hat mit der alten Bundesrepublik nichts gemein. Die DDR-Bürger mussten damals erst zurück in die DDR, bevor der Zug Fahrt Richtung Westen aufnehmen konnte. In der DDR wartete auch kein Gericht auf sie, so wie im Fall Assange, sondern andere DDR-Bürger, die auf den Zug nach Westen aufspringen wollten. Aus dieser Geschichte haben die Amerikaner gelernt. Bloß kein Ort, wo irgendwelche Sympathisanten oder Trittbrettfahrer auftauchen könnten. Was lernen wir daraus? Man muss sich immer erst schuldig bekennen, bevor man frei kommt. Aber warte mal: Haben sich die USA jetzt auch schuldig bekannt, Kriegsverbrechen begangen zu haben? Assange hat doch Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt. Oder etwa nicht?

Pink Date Automat beim Advokaten in Bulgarien

„Wir müssen kriegstüchtig werden!“

„Wir müssen kriegstüchtig werden!“ (0:48) – das fordert SPD-Mann Pistorius, denn „einer muss der Bluthund werden“, Zitat Noske, ebenfalls SPD. Obwohl im Ausland, oder vielleicht gerade deswegen, nehme ich unseren Kriegsminister beim Wort. Nachdem neulich bereits Stahlhelme auf dem Flohmarkt im Angebot waren, gab es dort gestern weitere Angebote. Aber welches Outfit und welche Waffe passt zu mir? Vielleicht obiges Schwert?

Oder doch besser der Klassiker? Die gute alte Kalaschnikow?

Und was ist mit der Uniform? Sind vier Sterne zu viel für den Anfang?

Bevor es an die Ostfront geht, Party machen nicht vergessen! Ist vielleicht das letzte Mal.

Am Ende habe ich mich für eine Kettensäge entschieden. Die Kettensäge ist das Bajonett von heute. Das meint zumindest mein Ausbilder. Gehandhabt wird es genauso: Reinstechen und dann ganz langsam drehen.

Nicht wiederzuerkennen

Gestern waren meine früheren Nachbarn zu Besuch, er ein pensionierter Polizist, sie Ärztin. Zu Deutschland haben sie sowohl eine geschäftliche, als auch eine privaten Beziehung. Kürzlich seien sie wieder in meiner einstigen Heimat gewesen, hätte aber ihre alte Liebe Deutschland nicht wieder erkannt. Auch ihr angestammtes Hotel, in dem die Nacht über 300 Euro kostet, habe so einiges nicht funktioniert diesmal. Dann kam die Ärztin aufs Thema „Impfen“ zu sprechen, und dass in Deutschland, im Gegensatz zu Bulgarien, sich praktisch alle haben impfen lasse, was Wahnsinn sei. Wahnsinn deswegen, weil die Folgen nun nicht mehr zu übersehen seien, womit sie an erster Stelle die „plötzlich und unerwarteten“ Todesfälle meinte. Waren meine früheren Nachbarn, beide wie ich ungeimpft, einst regelrecht verliebt in Deutschland, bleiben sie nun lieber zu Hause in Bulgarien.