
Werde ich im woken Friedrichshain-Kreuzberg selbst beim Pissen noch darauf hingewiesen, wen ich hassen soll, ist man in Normalo-Kaulsdorf auch beim Kacken ernsthaft um mein Glück besorgt.


Werde ich im woken Friedrichshain-Kreuzberg selbst beim Pissen noch darauf hingewiesen, wen ich hassen soll, ist man in Normalo-Kaulsdorf auch beim Kacken ernsthaft um mein Glück besorgt.


Aktuelles Graffiti in Berlin
Das öffentlich/rechtliche InfoRadio holt gerade wieder Putins Schattenflotte aus der Mottenkiste. Das wurde auch Zeit, denn von Putins Schattenflotte war lange keine Rede – im Gegensatz zu Putins Krieg. Sogleich frage ich mich, ob der Westen eventuell auch eine Schattenflotte hat. Bekanntlich hat der Westen auch seine Kriege, angefangen bei Vietnam bis hin zu Afghanistan. Dann fiel mir ein, dass jeder von uns einen Schatten hat. Nicht nur den, den er bei Licht wirft, sondern in sich. Unser Schatten ist sozusagen unsere dunkle Seite, die wir nicht sehen wollen. Nach C. G. Jung enthält der Schatten eines Menschen das, was seinem positiven aber naiven Selbstbild und seiner „Theatermaske“ entgegensteht. Jung war der Meinung, dass es wichtig ist, den eigenen Schatten zu kennen, wobei wiederum Träume helfen, um den Schatten nicht nach außen projizieren zu müssen, beispielsweise auf Putin. Was die „Theatermaske“ angeht, fällt mir Kafka ein, der sich schämte, als er bemerkte, dass das Leben ein Maskenball ist, und er mit seinem wahren Gesicht gekommen war. Dies auszuhalten, dabei hat Kafka seine Kunst geholfen. Von der Kunst meinte wiederum Nietzsche, dass wir sie haben, um nicht an der Wahrheit zu Grunde zu geh’n. Man kann auch an einem Krieg zu Grunde geh’n. Gerade wird wieder einer vorbereitet.

Gerade erreicht mich ein dringender Notruf aus Westdeutschland, wo eine Leserin meines Blogs die Weihnachtstage mit Böhmerman-Fans verbracht hat, was ihr nicht bekommen ist. Zumindest stellt sie fest, dass jetzt wirklich die Zeit für einen neuen Lebensabschnitt gekommen ist. Die Frage ist, ob mit anderen Menschen oder besser gleich mit Eseln? – Meine Antwort dürfte klar sein.

Im Grunewald
Berlin schönster Weihnachtsbaum steht im Grunewald. Genauer Standort wird nicht verraten. Ich bin mir nicht sicher, ob man schon wieder für Frieden sein darf. In der Natur offensichtlich schon. Im woken Friedrichshain hätte man den blauen Baumschmuck vermutlich schon entfernt.

Beim MDR ist man gerade einer Verschwörung auf der Spur. Genau ist es Egon Olsen von der gleichnamigen Olsenbande. Diese hat von einer ungeheuren Verschwörung Wind bekommen. Danach haben EG-Bürokraten einen Plan ausgeheckt, ganz Dänemark in eine Ferienkolonie umzuwandeln. Ein korrupter Beamter beauftragt Egon, den so genannten Arealsplan aus dem Kopenhagener Rathaus zu stehlen. Ausländische Grundstücksspekulanten bekunden nämlich großes Interesse an dem lukrativen Vorhaben. Wie immer, läuft auch diesmal alles schief bei der Olsenbande. Egon will die korrupten Beamten aufs Kreuz legen und den Plan selbst zu Geld machen. Doch Yvonne hat Bedenken – ausgerechnet Yvonne! – „Darf ein treuer dänischer Staatsbürger sein Vaterland an ausländische Spekulanten verhökern?“ Ist nicht meine Frage, sondern die vom MDR! Immerhin ist es eine echte Verschwörung, und keine bloße Theorie.
Nicht alle sind verrückt in der Zentrale des deutschen Irrenhauses – es gibt auch noch ein paar Normale. Es ist allerdings so, dass diese von der Mehrheit der Verrückten für verrückt gehalten werden. Es ist nicht so einfach, die wirklich Verrückten und die Normalen auseinanderzuhalten. Dabei hat mir Bulgarien geholfen. Auch mein Besuch neulich bei den Aluhüten hier in Berlin war hilfreich. Er ist in obigem Film festgehalten. Samt Vergleich zu 2020. Danke Berlin & Bulgarien!

Ein Taxidiot ist kein Taxifahrer-Idiot und auch kein idiotischer Taxifahrer, auch wenn es durchaus solche Taxifahrer gibt. Ich weiß das, weil ich selbst viele Jahre Taxifahrer war. Ein Taxidiot ist ein Wandermönch. Païssi von Hilandar war ein solcher Wandermönch. Schon einige Zeit hatte ich nach seinem Buch (Foto oben) gesucht gehabt. Gestern wurde ich fündig. Ich habe das Buch – so ist es nicht, allerdings in Bulgarien. Ich wollte es aber auch in der Zentrale des deutschen Irrenhauses haben, denn der Gedanke ist mir gekommen, dass es hier wichtiger sein könnte als in Bulgarien. Dieser Gedanke kam mir wiederum durch ein anderes Buch, und zwar durch Sebastian Haffners „Anmerkungen zu Hitler“. Haffners Buch endet mit dem Hinweis darauf, dass die deutsche Geschichte nicht mit Hitler zu Ende ist, und dass derjenige, der das Gegenteil glaubt und sich auch noch darüber freut, nicht wissen würde, wie sehr er damit Hitlers letzten Willen erfüllt. Ich will jetzt nicht Hitlers letzten Willen erklären. Wer ihn nicht kennt, kann ihn einfach herausfinden, indem er Haffners Buch liest. Man findet es etwas einfacher als das von Païssi von Hilandar, wobei auch dies wie gesagt auffindbar ist. Beide Bücher sollten in keiner geordneten Bibliothek fehlen, damit man an Tagen wie denen, die uns gerade bevorstehen, genug guten Lesestoff hat. Denn es gibt eine Verbindung zwischen beiden Büchern. Ich fange damit an, dass ich mir erlaube, Sebastian Haffner dahingehend zu ergänzen, dass die deutsche Geschichte nicht nur nicht mit Hitler endet, sondern dass sie vor allem nicht mit Hitler beginnt. Genau das haben viele Landsleute aber vergessen. Also dass es da noch Luther, Goethe, Schiller, Schopenhauer, Nietzsche und viele andere gab. Genauso ging es den Bulgaren vor vielen Jahren. Sie hatten ihre eigene Geschichte vergessen. Auch weil sie von einer fremden Macht besetzt waren, so viel möchte ich verraten. Jedenfalls hat das den Païssi gestört. Und irgendwann hat er sich auf den Weg gemacht. Kreuz und quer durch sein Vaterland. Um seinen Landsleuten ihre eigene Geschichte zu erzählen, die sie vergessen hatten. Am Ende ist er auf seiner Wanderschaft verstorben – der Taxidiot Païssi von Hilandar. Wer könnte der Taxidiot sein, der durch unser Land zieht, um unseren Landsleuten ihre Geschichte zu erzählen? Das ist die Frage, die ich mir stelle. Und, ob ich als nur halber Deutscher in Frage komme? Und dann noch, ob ich vielleicht gerade deswegen in Frage komme? Was denkst Du? Und überhaupt: Was ist mit Dir?