Bericht aus Amerika (029) – „Ein Revolutionärer Akt“

Nevada City / California
Während in Bulgarien die Natur zurückkehrt, ist es zuhause die Muttersprache. Natürlich nicht in der Hauptstadt des deutschen Irrenhauses, sondern in meiner ursprünglichen Heimat. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen. In Zeiten des Irrsinns, der, geht es nach Nietzsche, bei Einzelnen etwas seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel ist, ein revolutionärer Akt.
Foto&Text TaxiBerlin

Bericht aus Amerika (028) – „Meanwhile in Bulgaria“

Nicht nur im Lake Tahoe in Kalifornien gibt es genug Wasser, sondern auch in Bulgarien. Die bulgarische Natur, die so widerstandsfähig ist wie der Bulgare, ist gerade dabei, meinen Kleinwagen aus Japan in ihr Reich zurückzuholen. Mein bulgarischer Bürgermeister hat mich heute morgen mittels obigem Foto darüber informiert. Zum Glück habe ich nicht nur einen Bürgermeister, der diesen Namen verdient, sondern auch eine Machete. Die ist allerdings in meiner Hütte, die schon nicht mehr zu sehen ist, wie mein Bürgermeister weiter zu berichten wusste. So werde ich mir wohl die Machete von meinem Bürgermeister borgen müssen, wenn ich zurück nach Bulgarien gehe. Ein alter bulgarischer Trick: Wenn man seine Machete schonen will, borgt man sich die vom Nachbarn – oder vom Bürgermeister.
Foto BürgerMeister
Text TaxiBerlin

Bericht aus Amerika (027) – „Am Lake Tahoe“

Normalerweise sehen Fotos besser aus als es in Wirklichkeit ist. Bei den Bildern, die ich gestern am Lake Tahoe gemacht habe, scheint es mir umgedreht zu sein. Sie geben einfach nicht die Schönheit wieder, die ich vor Ort empfunden habe. Vielleicht liegt es auch an mir und meinen Fähigkeiten als Fotograf. Ich veröffentliche einfach ein paar mehr Bilder, um die mangelnde Qualität durch Quantität wettzumachen. Von Wassermangel ist am Lake Tahoe keine Spur, eher im Gegenteil. Dementsprechend hat sich auch noch keiner am Lake Tahoe festgeklebt. Würde man das Wasser vom Lake Tahoe über ganz Kalifornien, was größer ist als Deutschland, verteilen, würde der Wasserstand überall ein Fuß sein.

 Fotos&Text TaxiBerlin

Bericht aus Amerika (026) – „Am Donner Pass“

Der Donner Pass  (2151 m / 7056 ft)
Gestern war ich am Donner Pass. Ich hatte in einem Buch von dem Journalisten, Publizisten, Buchautor und Mitherausgeber der FAZ Frank Schirrmacher vom Donner Pass gelesen. Es war aber nicht „Ego: Das Spiel des Lebens“, wie ich hier noch dachte, sondern „Minimum: Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft“. Der Donner Pass ist für eine Tragödie bekannt, bei der immer gerne ein möglicher Kannibalismus ins Spiel gebracht wird. Schirrmacher rückt etwas anderes in den Mittelpunkt, und zwar die Frage, wer bei einer Katastrophe eher überlebt: Singles, Einzelgänger und Desperados oder Freunde, Verwandte und Familienverbände? Eine Frage, die gerade aktuell ist wie schon lange nicht mehr.

Blick Richtung Osten auf den Donner See

Fotos&Text TaxiBerlin

„Warum Heroinmangel keine gute Nachricht ist“

Der böse Taliban mit seinem Stock

Meine Beobachtung, dass in der Heimat die Menschen betäubt sind, wird nun ausgerechnet vom ehemaligen Nachrichtenmagazin aus Hamburg bestätigt. Marco Evers stellt sich die berechtigte Frage: „Warum ein Heroinmangel in Europa keine gute Nachricht ist“ Der besorgte Journalist ist sich sicher, dass dies „tragische Folgen“ hat. Entweder schlagen sich die Menschen gegenseitig die Köpfe ein oder sie gehen auf die Straße oder beides. Schuld daran hat, wie sollte es anders sein, der böse Taliban. Denn der haut mit seinem Holzstock jede Mohnkapsel einzeln ab, so wie es auf dem Foto im Spiegel zu sehen ist. Aber nicht nur das. Danach trommelt er mit seinem Stock dem Obertaliban den erfolgreichen Abschluss seiner Vernichtungsarbeit, und später schlägt er mit ihm seine Frau. Praktisch zeitgleich mit den Menschen, die sich nun in Europa mangels Heroin die Köpfe einschlagen.

Foto&Text TaxiBerlin

„Hau ab, du Hurensohn!“ – „Geh weg, du Hund!“

Interessant wird obiges aktuelle Video aus der Heimat erst am Ende. Vorher haut nur der Eine dem Anderen auf den Kopf, und daraufhin der Andere dem Einen – das Übliche halt. Bei 4:42 werden die Journalisten vom Spiegel mit „Hau ab, du Hurensohn!“ auf Deutsch zum Weggehen aufgefordert. Manch einer würde sich beleidigt fühlen. Nicht so die Spiegel-Mitarbeiter. Sie übersetzten noch brav die Ansage des Herrn auf dem Bürgersteig ins Deutsche: „Hör auf, jemanden zu beleidigen, der vor unserem Laden steht!“ Als Dankeschön kommt bei 4:57 nochmal die Ansage an den Spiegel-Journalisten: „Geh weg, du Hund!“ – Auch dazu kein Kommentar. Es scheint die normale Umgangssprache beim Spiegel zu sein.
Video SpiegelTV
Text TaxiBerlin

Bericht aus Amerika (025) – „Der Russe ist schuld“

Der Russe ist überall, selbst in Amerika. Hier liegt er im trockenen Laub und denkt, man sieht in nicht. Aber der Russe in Amerika ist auch nicht klüger wie anderswo. Schon von weitem erkennt man den dummen Russen. Da kann die Tarnung noch so gut sein, wenn er aus alter Gewohnheit seine rote Kappe trägt. Schwach wie Flasche leer bedeutet auch in diesem Fall nichts Gutes. Denn ein friedlicher Amerikaner hat den bösen Geist – sprich Spirit – des bösen Russen schon intus. Und wenn der gute Amerikaner irgendwann Böses tun sollte, dann ist der Russe schuld.

Foto&Text TaxiBerlin