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Seit sechs Wochen bin ich in Berlin und seit drei Wochen gehe ich wieder zu den Meetings der Anonymen Alkoholiker. Vorher hatte ich einfach keine Zeit. In Bulgarien habe ich keine Meetings besucht. Sie sind dort nicht sehr verbreitet. Die zwei Meetings in Berlin, zu denen ich gehe, kenne ich von früher. Der auffälligste Unterschied ist, dass jetzt viel weniger Leute da sind, über den Daumen gepeilt ein Drittel. Waren früher 15 Leute auf dem Meeting, so sind es heute nur noch fünf. Das hat den Vorteil, dass jeder Einzelne mehr Redezeit hat. Dafür hat man aber auch weniger Zuhörer und weniger Input. Man lernt sehr viel, indem man einfach nur zuhört. Warum man weniger zu hören bekommt, das ist immer noch ein Rätsel. Fakt ist, dass der Besuch der Meetings hilft trocken zu bleiben. Manch einer trinkt schon sein halbes Leben keinen Alkohol mehr und geht immer noch zu den Meetings. Was jetzt häufiger vorkommt, ist, dass manch eine über ihre Krankheit spricht. Eine Krankheit, die sie vor kurzem noch nicht hatte. Oft ist es Krebs oder eine ähnlich unangenehme Erkrankung. Man könnte deswegen vermuten, dass diejenigen, die nicht mehr kommen, ebenfalls Krankheiten entwickelt haben. Vielleicht haben sie auch wieder angefangen zu trinken. Oder sie sind einfach tot.
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Mit „Kot“ beziehungsweise „Kotname“ zu werben, ist offensichtlich erlaubt. Die Berliner Stadtreinigung macht es vor. Bei „Scheiße“, Umgangssprache für „Kot“, wird es schon schwieriger. Die Finger lassen sollte man von „Scheißhausexperten“, und da insbesondere von den „Scheißhausexpertinnen“ – „Kotnahme: Eimer“.
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Komme gerade von einem meiner Tatorte. Tatort deswegen, weil ich an ihm meiner Sucht nachgehe. Ich bin Büchersüchtig, ich hatte bereits mehrfach darüber geschrieben. Heute stand obiger „Spiegel-Bestseller“ in der ersten Reihe bei „Deutsche Gesellschaft“. Warum Bücher in der ersten Reihe stehen, ist mir nicht ganz klar. Entweder, weil die Mitarbeiter meinen, man müsse sie gelesen haben. Dazu muss man wissen, dass es sich um einen politisch korrekten Tatort handelt. Es kann aber auch sein, dass man denkt, es bestehe eine Nachfrage nach genau diesen Büchern. Ganz genau kann ich es nicht sagen, vermute aber ersteres. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass alle Bücher Spenden sind und jedes Buch nur zwei Euro kostet. Trotz des unschlagbaren Preises, blieb obiges Buch bisher unverkauft. Das spricht für die These, dass die Bücher in der ersten Reise stehen, von denen die Mitarbeite meinen, man müsse sie lesen. Ein Lesebedarf besteht offensichtlich nicht, sonst wäre das Buch längst weg. Was ich von Robert Habeck, dem Autor der politischen Skizze „Von hier an anders“ halte, habe ich am Morgen beschrieben.
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