Ich bin jetzt ’n Mädchen, oder doch lieber ’n Esel ?

Aller guten Dinge sind drei, sagt man, und so soll heute ein drittes Mal Bild zu Wort kommen, das im Tollhaus Deutschland zum Einäugigen unter den Blinden geworden zu sein scheint. Ein Tollhaus, indem Nobelpreisträgern plötzlich die Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird und Vorträge an Universitäten abgesagt werden, weil mit Terror gedroht wird. Die Humboldt Uni in Berlin geht da seit vielen Jahren mit schlechtem Beispiel voran, und zwar in Form des Studiengangs „Geschlechterstudien“, der dort 1997 als erster Magisterhauptfachstudiengang in Deutschland eingerichtet wurde, was mit dem Anfang vom Ende von Berlins, wie wir es kannten, nicht zufällig korreliert. – Das mit dem Esel ist Ernst gemeint. Ab morgen bin ich kein Mann mehr, sondern ein Esel. Aber der bin ich ja eh schon.
PS: Klasse Beispiel zum Schluss, der 1,90 Meter große biologische Mann mit seinem noch vorhandenen Geschlechtsorgan in der Frauendusche! – Und was ist mit dem männlichen Bio-Esel, der sich wie eine Frau fühlt? Darf der etwa nicht duschen?
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GEZ – Schon gezahlt? – Nein, Danke!

Das Gaswerk hat sich schon bei mir in Berlin gemeldet, aber noch nicht die GEZ, obwohl die dritte Rate längst überfällig ist. Gerade wollte ich mich fragen, was ist da los ist, da finde ich die Antwort, und das ausgerechnet bei Bild: Man hat Angst. – Ich denke zu Recht. Oder möchtest du jetzt gerade Mitarbeiter bei Öffentlich-Rechtlich sein? Also, ich nicht! Ich habe jahrelang in meinem Radio-Shows „Hier spricht TaxiBerlin“ die Lücke zu füllen versucht, die Öffentlich-Rechtlich, die mit dem Bildungsauftrag, bei sich selbst hinterlassen hat. Immerhin verstehe ich jetzt, was der Grund war: Angst. Ich meine, versuch mal mit Angst im Nacken den Bildungsauftrag zu erfüllen. Gut, an der Front ist die Angst im Nacken normal. Da ist auch Kriegspropaganda besser. Aber wir haben doch noch Friedenszeiten, oder?
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Nichts Neues vom Klabautermann oder wie ich reich und erfolgreich werde und dabei meinen Spaß habe

Ich glaub, ich kann jetzt doch nicht ans Schwarze Meer fahren. Ich habe eine neue Idee, mit der ich nicht nur noch größer rauskommen werde in Bulgarien, als ich es schon bin, sondern mit der ich auch einen Riesencoup lande, und zwar durch harte Arbeit. Die härteste Arbeit muss aber zweifellos unser Karlchen leisten mit seinen täglichen StandUp Shows. Die muss ich dann „nur“ noch ins Bulgarische übersetzen, was gar nicht so einfach ist, weil ich sie dafür eigentlich selber verstehen müsste, was ich zugegeben nicht tue. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe den Eindruck, dass unser Karlchen sich selbst auch nicht mehr versteht, wenn er es denn jemals getan hat, was eigentlich ein klarer Hinweis auf eine gespaltene Persönlichkeit ist. Am liebsten würde ich unserem Karlchen helfen, was aber nicht geht, wegen der „einrichtungsbezogenen Impfpflicht“. So gesehen bleibt mir nur noch die Übersetzung seiner Auftritte ins Bulgarische. Ich bin mir sicher, dass das ein voller Erfolg wird. Ich meine, die Leute verstehen’s ja eh nicht, ob nun hier in Bulgarien oder in Deutschland. Und darum geht’s ja auch gar nicht. Es geht doch nur um den Spaß, und den darf uns – Maske hin oder her – keiner verbieten.
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Bericht aus Bulgarien (262) – „Heute lass ich’s krachen – und morgen auch“

 

Heute wird bei uns mein gestriger Artikel in der Berliner Zeitung gefeiert. Zum Frühstück gab es frischen bulgarischen Kaviar (110 Gramm, 2,99 Lewa), und zwar auf einem mit feinster deutscher Butter perfekt geröstetem Toast, dazu Medium gekochte Eier, wozu man auf einem Campingkocher in 600 Meter Höhe genau fünf Minuten braucht. Eine Kaviarscham, wenn es sie gibt, habe ich nicht. Dafür habe ich auch gar keine Zeit, denn für heute Abend sind bereits Balkan Burger nach diesem niederländischen Rezept geplant. Morgen geht es, wenn nichts dazwischen kommt, ans Schwarze Meer. Mein Freund, der Dudelsackspieler, hat mich eingeladen, nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich kein Geld habe. Ich soll dem Busfahrer sagen, dass ich am Ende der Fahrt in Burgas von ihm abgeholt werde und er dann dort für mich bezahlt. Das geht dann auch klar, denn mein Freund, der Dudelsackspieler, ist in Bulgarien bekannt. Er hat alles da, Schafkäse, Tomaten und Gurken, sagt er. Dazu gibt es Fisch, den wir uns selber angeln, wie richtige Männer.

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Bericht aus Bulgarien (261) – „Dolu Maskite!“

Wassil Lewski Kunstwerk
Graf Ignatiev Straße, Sofia / Bulgarien

Ein Slogan auf den Protesten in Sofia Anfang dieses Jahres, die sich gegen die Corona-Maßnahmen richteten, war „Dolu Maskite!“, also „Runter mit den Masken!“. Ich hatte hier und hier darüber berichtet. Obiges Kunstwerk an einer Häuserwand in Sofia gibt es seit letztem Jahr. Es zeigt Wassil Lewski mit einer Maske und trägt den Untertitel: „Wenn ich wie du wäre, wäre hier noch Türkei“. Wassil Lewski ist einer bekanntesten Nationalhelden Bulgariens, der das wollte, was Wolodymyr Selenskyj heute in der Ukraine macht – er wollte die fremden Herren herauskicken aus Bulgaren, was damals die Osmanen und nicht die Russen waren. Es gibt aber auch Unterschiede. Wassil Lewski war im Untergrund, hatte keinen Präsidentenpalast und auch kein Vogue-Cover von sich und seiner Frau. Er war aber auch nicht verheiratet, höchstens mit seiner Mission. Die wollte er auch ganz alleine, also ohne fremde Hilfe, auch ohne russische, erfüllen. Vielleicht der größte Unterschied zu Personen wie Melnyk und Selenskyj, die nicht selber kämpfen und am liebsten die ganze Welt in ihren Krieg hineinziehen wollen. Genauso ein Typ war Wassil Lewski nicht. Deswegen obiges Kunstwerk in Sofia. Denn Lewski hätte sich seine Maske selber heruntergerissen. Er hätte nicht gewartet, dass ihm dies erlaubt wird. Und wer in Deutschland immer noch darauf wartet, wird wohl bis zum Jüngsten Gericht mit seiner Maske durchs Leben gehen.

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Bericht aus Bulgarien (260) – „Keine Abrechnung“

Taxifahren war mein Leben – jetzt ist es das Schreiben

Heute ist dieser Artikel von mir in der Berliner Zeitung erschienen, worüber ich mich sehr freue, auch weil ich der Berliner zuvor schon einige Artikel erfolglos angeboten hatte. Der Artikel ist sehr persönlich, er beschäftigt sich damit, dass Taxifahren mein Leben war, das durch das illegale Agieren von Uber zerstört wurde. Aber ich will mich nicht beklagen, mein neues Leben in den Schluchten des Balkans ist auch nicht übel. Uber hat mir also auch neue Wege, neue Perspektiven eröffnet. Dem Unternehmen deswegen dankbar zu sein, ist aber zu viel verlangt. Uber hat sich schließlich auch nicht entschuldigt, obwohl es sein Verhalten selbst als „unentschuldbar“ bezeichnet hat – aber vielleicht auch gerade deswegen. Die Berliner Zeitung hat zwar nicht das Foto genommen, das ich ihr angeboten hatte, eine Uber-Werbung in Berlin, dafür aber den Text praktisch unverändert gelassen. Das ist nicht selbstverständlich, das sage ich aus eigener Erfahrung. Nur der Titel, der ist nicht von mir, den hat die Berliner geschrieben. Ich erwähne das, weil dort von „einer persönlichen Abrechnung“ die Rede ist, was aber nicht stimmt, denn ich habe mit Uber keine Rechnung offen. Uber hat mich vielmehr erleichtert von der Qual, Taxifahrer in Berlin zu sein. Endlich kann ich meinen Ausblick auf die Schluchten des Balkans genießen. Rache- oder auch nur Abrechnungsgedanken habe ich keine. Im Gegenteil. Ich fühle Mitleid. Mitleid mit den Betrüger Uber, aber vor allem mit den Betrogenen, allen voran den armen Uber-Fahrern, die in ihrem kleinen Bangladesh ganz ohne Ausblick mitten unter euch in Berlin leben müssen.

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Bericht aus Bulgarien (259) – „Sei solidarisch mit deinem Gehirn“

Graefekitz – früher Kreuzberg – heute Friedrichshain-Kreuzberg
Frühjahr 2021

Schaue gerade den neue StandUp Auftritt von Heulboje Karl und seinem Kumpel, diesmal live in der Bundespressekonferenz. Da ich nicht ich verstehe, was Karl und sein Kumpel sagt, kann ich nicht lachen. Es geht glaube ich ums Maske tragen. Der Vortrag klingt nach End-Achtziger, beide scheinen mit einer Menthol-Zigarette betäubt zu sein. Karl wäre mehrfach fast eingeschlafen, zum Glück war sein Kumpel dabei, der für ihn eingesprungen ist. Vielleicht sollte Karl und sein Kumpel ihr Glück auf einem Maskenball versuchen. Dann natürlich vorher richtig ausschlafen, früher aufstehen und vor allem keine Drogen – das ist klar. Vermutlich hat Heulboje Karl einfach nur zu viel Maske getragen. Das führt zu Sauerstoffmangel im Gehirn, das ist wissenschaftlich erwiesen. Deswegen habe ich auch alle meine Masken weggeschmissen, und das schon vor Monaten. Vielleicht solltest du das auch tun, so wie früher die Frauen ihren BH weggeschmissen haben. Einfach deinem Gehirn zuliebe. Sei solidarisch mit deinem Gehirn, du brauchst es eventuell noch einmal.

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