Die Menthol-Zigaretten-Story von heute

Immer wieder Montags

Neuerdings gehört auch die ARD zu denen, die etwas dafür tun, dass es auch der letzte merkt, dass etwas faul ist im Land. In dem Zusammenhang fällt mir immer wieder die Menthol-Zigaretten-Story ein. Mit dieser legendären Räuberpistole versuchte man noch im September 1989 DDR-Bürgern weiszumachen, dass Landsleute in Budapest mit einer Menthol-Zigarette betäubt werden würden, um dann am nächsten Tag in Wien aufzuwachen. Ganz gegen ihren Willen – versteht sich. Die Lügenstory hatte ein Nachspiel. Sie wurde zum Symbol der Unglaubwürdigkeit der Herrschenden. Auch wenn nunmehr täglich neue Menthol-Zigaretten-Stories aufploppen, hat „Die 100“ meiner Meinung nach ein besonderes Potenzial, in die Fußstapfen der legendären Räuberpistole zu treten.

NOCH

Aktuelle Werbung in Berliner U-Bahnhöfen

Die Weltpremiere des obigen Musicals ist für den 21. März 2026 im Theater des Westens geplant. Vorausgesetzt, wir sind dann NOCH am Leben hier in der Zentrale des deutschen Irrenhauses. Obwohl doch einiges getan wird, dass es anders kommt, gehöre ich nicht zu den Schwarzsehern. Denn es wird auch viel dafür getan, dass es auch der letzte merkt, dass etwas faul ist im Land.

„Eine Bulgarin in Berlin“

Vielleicht aber auch nicht

Der bekannte Song „Englishman in New York“ beginnt damit, dass Sting uns wissen lässt: „Ich trinke keinen Kaffee, ich trinke Tee, meine Liebe, ich mag meinen Toast nur auf einer Seite getoastet.“ Seit ich in Berlin bin, muss ich immer wieder an dieses Lied denken, und was für Luxusprobleme dieser „legale Ausländer“ (legal alien) in den Achtzigern noch in Big Apple hatte. Meine Überlegungen brachten mich auf die Idee, „legale Ausländer“ hier in Berlin zu befragen, was diese wohl für Probleme in Deutschland haben. Und da fiel mir sogleich Paulina ein, die mich nach meinem Interview mit Jasmin kontaktiert hat, bei dem es um Bulgarien ging, und dass die Zukunft im Osten liegt. Paulina ist Bulgarin und lebt länger in Deutschland als in Bulgarien, genau sind es 23 Jahre, 15 davon in Berlin. Für Paulina hat Deutschland eine Massenpsychose, und das seit dem Zweiten Weltkrieg. Nie wieder würde Paulina nach Deutschland auswandern. Ihr Song „Bulgarian Lady in Berlin“ würde so beginnen: „Ich bewirte gerne Menschen mit Börek, bringe mein Essen nicht zu Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten und trenne die Rechnung nicht beim ersten Date. Für mich ist Liebe nicht transactional.“ Das ganze Interview mit Paulina kann man hier nachlesen.

Tötet Trump

Irgendwo im Wedding

Ich habe keine Ahnung, was das für ein Laden ist. Ich gehe davon aus, dass er einer von diesen vom Staat finanzierten Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) gehört. Zumindest lässt dies die „Rote Karte für die AfD!“ vermuten. Welchen Ratschlag die „Antifa“, die so antifaschistisch ist, wie der antifaschistische Schutzwall es war, erteilt/befiehlt, kann man nur raten. Vielleicht Trump töten?

Linke Linke

Was ist denn da wieder bei mir um die Ecke im grünen Kreuzberg los? Endlich sollten dort die Prophezeiungen der Obergrünen Katrin Göring-Eckardt „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf!“ wahr werden, aber es kommt gar keine Freude auf. Ganz im Gegenteil. Von Veränderungen in Form einer Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft will man plötzlich nichts mehr wissen. Würde dies in Marzahn oder Hellersdorf passieren, wäre der Fall klar. Das sind alles Nazis da im Osten. Hier um die Ecke sind es „nur“ linke Linke. Bleibt die Frage: Wo genau ist der Unterschied zwischen linken Linken und Nazis? Wie hält man sie auseinander?

Dritte-Advent-Empfehlung

Aktuell am Schlesischen Tor

Erst einmal ist es natürlich schön, wenn Leute überhaupt noch denken. Also selber denken. Das ist nicht mehr selbstverständlich. Immer mehr überlassen heute das Denken Maschinen. Und wer noch selber denkt, soll nur noch das denken, was erlaubt ist. So verstehe ich obige Aufforderung. Der Bulgare in mir zieht es in Betracht, dass das Gegenteil besser wäre. Die Box ist für meinen inneren Bulgaren die Komfortzone, die viele nicht verlassen wollen, aber demnächst wohl müssen. Meine Dritte-Advent-Empfehlung: auf den inneren Bulgaren hören und mit dem Denken anfangen.

Ignorant oder Sexist

Ein neuer Trend: Tarn-Leggins

Immer mehr Menschen tragen Leggins, nicht nur in der Zentrale des deutschen Irrenhauses, sondern im ganzen „Schland“. Die allermeisten von ihnen sind Frauen. Zumindest „lese“ ich als Mann sie als Frauen. Apropos, und um das einmal ganz klar zu sagen: Ich bin kein CIS-Mann oder wie immer das heißen mag – ich bin einfach nur ein MANN! So wie Muddy Waters es in „Mannish Boy“ besingt: „I’m a Man – spell M A N !“ – Zurück zu den Frauen mit den Leggins, von denen es wie gesagt immer mehr gibt. Manche tragen neuerdings Tarn-Leggins (siehe oben). Trotzdem, oder besser: genau deswegen, sind sie nicht zu übersehen. Und das möchte Frau auch nicht, dass Mann sie übersieht. Übersehe ich die Frau, bin ich mindestens Ignorant, wenn nicht gar Patriarch. Sehe ich mir die Frau in ihren Leggins allerdings an, dann bin ich Sexist. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was ich machen soll. So oder so – Mann kann es Frau einfach nicht Recht machen.