Zurück in Bulgarien (044) – „Brennnesselsuppe nochmal“

Nachdem ich meine Brennnesselsuppe eine Nacht habe stehen lassen, schmeckt sie heute noch einmal besser. Leider will mir nichts einfallen, womit ich sie vergleichen könnte. Spinat schmeckt anders, und Brokkoli auch. Brennnesseln schmecken irgendwie eigen, weswegen ich sie wirklich jedem empfehlen kann. Natürlich auch wegen dem Eisen, das sie enthalten. Dass man beim Essen Handschuhe anziehen muss, wie ich hier schrieb, stimmt übrigens gar nicht. Schon gar nicht im Mund.

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Zurück in Bulgarien (043) – „Brennnesselsuppe“

Die kräftigsten Brennnesseln gibt es natürlich im Frühjahr. Aber die Brennnesseln im Herbst sind auch nicht von schlechten Eltern, zumindest in Bulgarien. Man zieht sich auf jeden Fall besser Handschuhe an, wenn man sie schneidet, um daraus eine Suppe zu machen. Brennnesselsuppe ist gar nicht schwer, man braucht dazu neben den Brennnesseln nur noch Kartoffeln, Zwiebeln und etwas Öl bzw. Butter. Zuerst werden die Zwiebeln angeschmort, dann kommen die Brennnesseln dazu und danach die Kartoffeln mit etwas Wasser oder besser Gemüsebrühe. Das ganze köchelt im geschlossenen Topf so lange vor sich hin, bis die Kartoffeln durch sind. Zum Schluss setzt man den Pürierstab oder auch Stabmixer an. Jetzt kann man die Suppe schon essen. Man braucht dafür wieder die Handschuhe, diesmal im Mund.

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Amerikas Stellvertreterkrieg – Zum Amtsenthebungsverfahren gegen Joe Biden


Während in Deutschland immer und überall von „Putins Angriffskrieg“ die Rede ist, wird in Bulgarien derselbe Krieg „Amerikas Stellvertreterkrieg“ genannt. Da mit Amerika die USA gemeint sind, wird auch gerne „Bidens Stellvertreterkrieg“ verwendet. In Bulgarien ist nicht immer alles umgedreht, sondern man hat auch mehr Phantasie. Dass jetzt plötzlich von einer „Kultur der Korruption“ im Zusammenhang mit dem noch amtierenden Präsidenten der USA Joe Biden gesprochen wird, mag den ein oder anderen in Deutschland überraschen. In Bulgarien überrascht dies niemanden. In Bulgarien weiß man auch, dass Biden den Krieg in der Ukraine schon morgen beenden könnte, wenn er es wollte. Natürlich wird das Amtsenthebungsverfahren gegen Joe Biden keinen Erfolg haben, auch das weiß man in Bulgarien. Eher fällt der Mann, der mit jedem Tag größere Schwierigkeiten hat, sich überhaupt noch auf den Beinen zu halten, einfach tot um.

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Ein von allen guten Geistern verlassenes Land

Im Vorgängerbeitrag hatte ich geschrieben, dass Deutschland ein von allen guten Geistern verlassenes Land ist. Als wäre dies nicht schlimm genug, ist auch hier Berlin als Hauptstadt des Politisch Korrekten einmal mehr das Epizentrum. Meldestellen kannte ich bisher nur aus der DDR. Zu diesen Meldestellen der Volkspolizei mussten unsere West-Berliner Verwandten immer, wenn sie uns besuchten. Die aktuellen Meldestellen in der deutschen Hauptstadt, auf deren Straßen und Plätze ich viele Jahre zu hause war, heißen „Berliner Register“. Was man dort alles anonym melden kann, das erklärt Kolja im obigen Beitrag. Wird man als „Nazi“ beschimpft, kann man das beispielsweise nicht melden, was sich mit meiner persönlichen Erfahrung deckt. Als ich vor Jahren einmal in Berlin von der Antifa, besser „Antifa“, als „Nazi“ bezeichnet wurde, konnte mir die herbeigerufene Polizei nicht sagen, ob „Nazi“ eine Beleidigung ist oder nicht. Als „Nazi“ bezeichnet wurde ich von den „Nazi Jägern“, einer trug wirklich eine Jacke mit der Aufschrift „Nazi Hunter“, weil ich mit einer gelben Weste gegen das illegale Agieren von Uber protestiert habe. Als ich den linken Linken meine Beweggründe erklären wollte, wurde ich sogleich unterbrochen und bekam zur Antwort, dass man Taxifahrer bei der „Antifa“, den nützlichen Idioten des Neoliberalismus, noch nie leiden konnte.

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Zurück in Bulgarien (042) – „Verlassen – fast“

Bulgarien ist ein von Menschen verlassenes Land. Im Gegensatz zu Deutschland, das von allen guten Geistern verlassen ist. Die wenigen Menschen, die es noch in Bulgarien gibt, sind Alte, die zu Hause in ihren verfallenden Häusern sitzen und auf den Tod warten. Die jungen Bulgaren sind im Ausland, viele von ihnen in Amerika und Großbritannien, aber auch in Deutschland. Das wiederum, ich erwähnte es bereits, von allen guten Geistern verlassen ist. Ein Teufelskreis, der dazu führt, dass ich die Technik des Selfies erlernen muss, die ich in der Vergangenheit abgelehnt habe, will ich dokumentieren, dass ich noch am Leben bin und darüber hinaus gesund und munter. Ich bin ja auch nicht mehr der jüngste. Dass ich gesund und munter bin, liegt auch daran, dass ich täglich in Mineralwasser bade. Mein Bürgermeister hat dafür vor Jahren ein kleines Mineralbad im Wald für mich bauen lassen. Dort bin ich alleine, sieht man von dem Frosch ab, mit dem ich mir das Becken teile. Vielleicht ist der Frosch gar kein Frosch, sondern ein Märchenprinz. Um das herauszufinden, gehe ich täglich in den Wald. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass der Frosch keine Fotos machen kann. Deswegen das Selfie.

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Zurück in Bulgarien (041) – „Das nächste große Ding“

Was das nächste große Ding nach Corona sein wird, darüber habe ich im zweiten Teil meines Interviews mit den Munich Globe Bloggers gesprochen, der heute online gegangen ist. Ein kleines Ding (Foto) habe ich heute auf dem Flohmarkt in Montana gefunden. Und zwar ein Modell eines alten bulgarischen Gepäck-Sattels für Esel in Miniaturform. Dem Model fehlt einzig die Polsterung, vermutlich weil es aus einer Zeit stammt, als man dem Esel nur eine Decke als Polsterung überwarf. Das Modell ist etwa 30 cm lang und 17 cm hoch, ich habe gerade noch einmal nachgemessen. Das schwierigste sind die gekrümmten oberen Verstrebungen. Dafür hatte der Meister, der damals den Sattel für meine Eselin Raine Velitshka gemacht hat, eine spezielle Vorrichtung, in die er das Holz einspannte, damit es krumm wird und auch bleibt. Ich habe mit vielen Eselhaltern über verschiedene Esel-Sattel gesprochen. Alle sind, nachdem sie unterschiedliche Gepäck-Sattel an ihren Eseln ausprobiert hatten, auf dieses traditionelle Model zurückgekommen. 

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Ohne FBI & CIA – Kein 11. September!

Ohne FBI & CIA kein 11. September! Gemeint ist natürlich der 11. September 1973. An diesem Tag gab es in Chile einen Militärputsch, den ich als Siebenjähriger live am Radio mitverfolgt habe. Praktisch so wie beim 11. September 2001, bloß ohne Bilder. Die liefert obiger ARTE Beitrag samt den Verstrickungen der USA in diesen Staatsstreich. Seither hat sich viel getan. Die USA sind ein Hort des Guten und der Philanthropen, also der Menschenfreunde, geworden, die mir sagen: Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt – und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.
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