Obiges Denkmal erinnert an den Krieg im Jahre 1923, der jetzt 100 Jahre zurückliegt. Worum es in diesem Krieg ging, soll an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Nur soviel: Krieg hat es immer gegeben – auch in Bulgarien. Obiges Denkmal, das wie ein sozialistisches Denkmal aussieht, erinnert an diesen Krieg. Die Hauptfigur, die knapp zehn Meter in die Höhe ragt, ist eine weibliche Person, also eine Frau. Aber nicht irgendeine, sondern Mutter Bulgarien, die Landesmutter. Unter ihr die Hungernden und Frierenden, die Elenden und Gepeinigten des Krieges, die sie schützt und wärmt, um die sie sich also kümmert. Bis vor kurzem war Angela Merkel, die selbst keine Kinder hat, deutsche Landesmutter. Es gibt durchaus Stimmen, die sagen, sie hätte ihren Job „gar nicht so schlecht“ gemacht. Nur, einer Landesmutter, die ihren Job „gar nicht so schlecht“ gemacht hat, würde man nie ein Denkmal bauen. Das ist leider wahr. Und auch, dass es heute in der Heimat nicht einmal eine gibt, die ihren Job „gar nicht so schlecht“ machen würde.
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Die Balkanisierung Berlins schreitet weiter mit Riesenschritten voran. So interpretiere ich die Abnahme der Wahlbeteiligung von 75,4 Prozent neulich auf nur noch 63 gestern. In Bulgarien liegt sie konstant bei 40 Prozent. In Berlin reden alle von den 10 Prozent, die die CDU zulegen konnte. Niemand spricht von den 12,4 Prozent, die die Partei der Nichtwähler zugelegt hat. Auch die Häufigkeit der Berliner Wahlgänge scheint sich immer mehr der auf dem Balkan anzugleichen. Zwischen den beiden Berliner Wahlen lagen noch nicht einmal eineinhalb Jahre. In derselben Zeit haben es die Bulgaren allerdings geschafft, viermal wählen zu gehen. Es gibt durchaus noch Luft nach oben. Berlin hat, was seine Balkanisierung angeht, also noch Nachholebedarf. Man könnte den Landsleuten in der deutschen Hauptstadt in Sachen Urnengänge nun empfehlen, einen Gang hochzuschalten und noch einmal richtig Gas zu geben, was aber wegen dem bösen Russen nicht geht. Oder waren es doch die Freunde aus Amerika, die den Gashahn zugedreht haben?
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Yoga im Schnee hilft beim Denken, vor allem beim Klar- und Geradeausdenken. Gerade findet nämlich eine „Umwertung aller Werte“ statt, wie Nietzsche es nannte. So ist beispielsweise gesund nicht länger gesund sondern krank, und zwar symptomlos. Gegen symptomlose Krankheiten ist kein Kraut gewachsen, höchstens das bulgarische in den Schluchten des Balkans. Das bulgarische Heilmittel funktioniert so: Wenn man als Symptomloser, weil gesund, für krank erklärt wird, nickt man einfach dazu, denn beim Bulgaren meint Nicken Nein. Das funktioniert immer. Die Bulgaren haben auch das vorgemacht. Man muss allerdings etwas Zeit mitbringen. Das ist leider auch wahr. Beim Bulgaren waren es aber nur 500 Jahre, bis sich das Imperium, zu dem das Land am Rand einst gehörte, aus ihm zurückzog.
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