„Wollter wieder Begrüßungsjeld?“

Aktuell am Mehringdamm in Kreuzberg

Die Frage, ob wir wieder Begrüßungsgeld haben wollen, stammt aus dem Lied „Weita weita“ von Mike Lehmann. Das Lied ist eine Persiflage auf den Song „Hyper hyper“ von Scooter. Glaubt man dem Internet, war Mike Lehmann eine Kunstfigur des Senders Radio Fritz. Gesprochen soll diese von 1993 bis 2003 von Peter „Pluto“ Neuber worden sein. Demnach soll Neuber sich selbst gespielt haben, da er auch im wahren Leben ein Kneipen-, Heavy-Metal- und Fußball-Fan mit langen Haaren und einem kleinen Bauch war. Angesichts jetzt wieder auftauchender Masken, auch bekannt als Mund-Nasen-Bedeckung, im Berliner Stadtbild, und da insbesondere in den Öffis, komme ich auf die Frage von Mike Lehmann: „Wollter wieder Begrüßungsjeld?“ Heute muss die Frage natürlich lauten: „Wollter wieder Corona?“ Ich bin mir gerade nicht sicher, wie die Antwort damals ausfiel. Genauso unsicher bin ich mir, wie heute die Antwort ausfallen würde. Was ich weiß, das ist die mögliche Anschlussfrage: „Wat wollter denn dann?“ Die Antwort könnte sein: „Frieden“.

Nichts zu verschenken

In The Broken And Failed City of Berlin hat niemand mehr etwas zu verschenken, was früher ein Hobby und Volkssport war – genauso wie umziehen. Heute wird auch nicht mehr umgezogen! Wohin denn bitte sehr? Dafür gehen immer mehr Menschen weg aus Berlin. Warum sollten sie auch dümmer sein als Ratten, die bekanntlich ein sinkendes Schiff verlassen? Damit niemandem auffällt, dass keiner mehr etwas zu verschenken hat, ist neuerdings schon das rausstellen von Kartons unter Strafe gestellt in Berlin. Wenn die Leute es trotzdem tun, obwohl sie gar nichts zu verschenken haben, kann man dies auch als Form des Widerstands und Protests interpretieren.

„Huch !! Wie kam das denn ??“

Zwei aktuelle Bilder bei mir im Kiez. Das obere, größere dürfte klar sein. Es beschreibt das Losverfahren bei der Bundeswehr und wer welches Teil der Waffe bekommt. Kleiner Scherz am Rande. Heute kann man nicht sicher sein. Die Leute sind einfach so verdreht. Das untere Bild zeigt den Gendarmenmarkt im Krieg. Vor dem teilzerstörten Deutschen Dom links im Vordergrund Berge von Schutt, die Trümmerfrauen später aufräumen werden. Im Hintergrund der Französische Dom, dessen Kuppel brennt. Unterschrieben ist das Ganze mit: „Huch !! Wie kam das denn ???

„Brandmauer ist für mich ein Fremdwort“

Nazi-Wahn in Berlin

Während man in Berlin noch hinter jeden Ecke einen Nazi* vermutet, ist im Brandenburgischen die Brandmauer zu ihnen bereits gefallen. In Prenzlau regiert die CDU mit AfD-Unterstützung. Ganz genau wurde der Christdemokrat Marek Wöller-Beetz mit Hilfe der AfD Bürgermeister. Der CDU-Politiker sagt, ihm gehe es nicht um Parteipolitik, sondern um die Stadt. Der Wahnsinn! Aber es wird noch besser: Die Zusammenarbeit von AfD und CDU läuft harmonisch, so soll es sogar der RBB berichtet haben. – Was Willy Brandt vorausahnte: „Berlin wird leben und die Mauer wird fallen.“, ist in Brandenburg Wirklichkeit geworden: „Die Mauer ist gefallen und Prenzlau lebt.“

* In Berlin gilt weiterhin Regel 1: Wer Nazi ist, bestimmt die Antifa, die so antifaschistisch ist, wie der antifaschistische Schutzwall es war. Und Regel 2: Wer es anders sieht als die Antifa, ist Nazi.

Bang-bang, I shot you down

50 % auf Bang Bang Nudeln – Nur bis zum Kriegseintritt! (Danach gilt: „Kanonen statt Butter“)

„Was die Ukraine mit Tomahawks gegen Russland ausrichten könnte“ – ohne Fragezeichen – fragt der Spiegel. Völlig ahnungslos natürlich. Bei den Indianern war das Tomahawk noch eine Streitaxt, heute ist das Tomahawk ein Marschflugkörper. Egal, ob Streitaxt oder Marschflugkörper: ein Tomahawk tötet, und soll auch töten, in aller Regel Menschen. Vielleicht fehlt deswegen das Fragezeichen. Weil man die Antwort eigentlich gar nicht wissen will. So gesehen ist das ehemalige Nachrichtenmagazin aus Hamburg in seiner Verblödung sogar noch ganz schön gerissen.

Es geht wieder los

Erst kam Corona, danach der Krieg und dann noch die Inflation. Aber angefangen hat alles mit Toilettenpapier. Also dem Mangel an ebendiesem. Jetzt geht es mit dem Mangel wieder los bzw. weiter. Das Toilettenpapier für den Herbst ist limitiert, dafür aber mit „Herbstduft“. Was immer „Herbstduft“ sein mag (beim Hersteller scheint man es auch nicht so genau zu wissen: „Autumn – Is That You?“), er erinnert mich an Bulgarien, wo praktisch alles parfümiert ist, von Toilettenpapier über Taschentücher bis hin zu Servietten. So gesehen ist der „Herbstduft“ des limitierten Herbst-Toilettenpapiers der Marke „Kokett“ auch ein Beweis für die fortschreitende Balkanisierung.

PS: In Bulgarien heißt meine Lieblings-Toilettenpapier-Marke übrigens „Gran Finale“.