Leben in Zeiten von Corona – Heute: Bill Gates heißt nicht das Problem, aber Bill Gates hat jetzt ein Problem

 

Heinrichplatz / Oranien- Ecke Mariannenstraße
früher Kreuzberg / heute Friedrichshain-Kreuzberg
Nachdem das Problem nicht Bill Gates heißt, sondern Kapitalismus, tut es gut zu hören, dass Bill Gates jetzt zumindest ein Problem hat. Das Problem von Bill Gates fing klein an, wie alles einmal klein begann, wurde dann aber rasch immer größer und ist heute praktisch wie der süße Brei, der nicht aufhören will zu fließen, und Bill Gates hängt in dem süßen Brei fest, den er selbst angerührt hat. Jedenfalls bleibt jetzt wieder genug Zeit, sich dem System zu widmen, denn so heißt das Problem, zumindest am Kreuzberger Heinrichplatz, wo gestern schon wieder ohne Maske Bier getrunken, mit Maske geht das schlecht, und der Kapitalismus, in dem Fall die Getränkeindustrie, angekurbelt werden dufte. Aber was ist nun das System? Und wo wohnt es? Ich meine, wenn man ein Problem angehen will, dann muss man doch wissen, wo man es findet, oder? Vor allem, wenn Kapitalisten wie Bill Gates mit dem System Kapitalismus nichts zu tun haben, genauso wenig wie Sozialisten etwas mit dem System Sozialismus zu tun hatten, von den Kommunisten gar nicht erst zu reden. Immerhin will man mit dem Bier in der Hand und in der Sonne sitzend vom Heinrichplatz in Kreuzberg aus die Pharmaindustrie vergesellschaften. Aber warum ausgerechnet die Pharmaindustrie? Ist die Pharmaindustrie jetzt das System? Und was sagt der Bill dazu? Hat man ihn gefragt? OK, jetzt ist zum Fragen der verkehrte Zeitpunkt, denn Bill hat ein Problem, und zwar ein großes, das mit jedem Tag größer wird. Da wartet man am besten noch etwas, bis der Bill den Kopf wieder frei hat für die Frage, ob er zur Abwechslung mal vergesellschaftet werden will. Ich persönlich bin schon sehr gespannt auf Bills Antwort, denn als Philanthrop und Menschenfreund hat er sicherlich nichts gegen Vergesellschaftung. Im Gegenteil, ich rechne fest damit, dass er erleichtert sein wird zu hören, dass man ihm die Last oder vielleicht besser den Zwang ständig Gutes tun zu müssen von seinen jetzt durch den Abgang Melindas schmaler gewordenen Schultern nehmen will. Wie viele Menschenleben auf unserem Planeten man mit dem Geld des viertreichsten Kapitalisten der Welt retten kann, das hat komischerweise noch niemand ausgerechnet. Auf dem Kreuzberger Heinrichplatz lässt man es mit dem Bier in der Hand in der Sonne sitzend ruhig angehen. Beim Menschenleben retten kommt’s auf einen Tag mehr oder weniger nicht an. Beim Klima wäre das schon anders. Möglicherweise will der Bill beim Pharmaindustrie vergesellschaften auch ein Wort mitzureden, wo er doch sieben Milliarden Menschen impfen will, oder sollte ich schon sagen: wollte?                           Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

Foto&Text TaxiBerlin

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