Leben in Zeiten von Corona – Heute: Der Überbringer schlechter Nachrichten

 

Seit knapp einem Jahr bin ich nun schon ein Trockener Taxifahrer, dem man die Fahrgäste geraubt hat, und seit Neuestem sitze ich auch auf dem Trockenem, weil ich keine Einnahmen sondern nur noch Ausgaben habe. Trotzdem ist es nicht die Kohle, die ich am meisten vermisse. Am meisten fehlt mit der geistige Austausch mit ganz unterschiedlichen Menschen. Viel habe ich von meinen Fahrgästen gelernt, unter ihnen war auch Hans-Joachim Maaz, der Therapeut meines Vertrauens, der in obigem aktuellen Video interviewt wird. Wie bei mir in meinem Taxi, so halte ich es hier auf meiner Seite. Ich höre mir alles und jeden an, und ein jeder darf alles sagen – sogar die Wahrheit. Dass es DIE Wahrheit nicht gibt, das weiß auch ich. Was es aber gibt, dass sind immer tiefere Wahrheiten. Das ist auch wahr. Dass ich dadurch, dass ich mir anderen Meinungen anhöre oder hier veröffentliche, heißt nicht, dass ich sie zu 100 Prozent teile. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber wir leben in besonderen Zeiten, in denen Selbstverständliches nicht mehr selbstverständlich ist. Es scheint auch nicht mehr selbstverständlich zu sein, dass der, der auf der Suche nach Wahrheiten ist, sich selbstverständlich und unbedingt auch mit Verschwörungstheorien beschäftigen muss. Gute Journalisten haben das von jeher gemacht und sollten dies insbesondere auch in diesen Tagen tun. Das meint auch Hans-Joachim Maaz, für den darüber hinaus bestimmte Maßnahmen und Entscheidungen so absurd, so gestört, so krank sind, dass sich jeder halbwegs vernünftige Mensch, so wie ich, fragt: Was ist denn hier los? Das kann doch nicht wahr sein! Was ich nicht wusste, ist, dass das kein Versehen ist, sondern Absicht. Es wird mittlerweile so gelogen, solche absurden Maßnahmen ergriffen, dass die Menschen protestieren und sich aufregen sollen, so Hans-Joachim Maaz. Die Gesellschaft soll gespalten werden, und zwar in zwei sich zunehmend feindselig gegenüberstehende Gruppierungen, denn damit ist man beschäftigt. Und damit ist auch jeder Einzelne der Verantwortung scheinbar enthoben, sich selbst nach dem eigenen Lebensziel, der eigenen Lebensform zu fragen, und erst recht die Diskussion über die vorliegende gesellschaftliche Fehlentwicklung zu führen. Die Zukunft der Gesellschaft wird nicht mehr demokratisch und in einem großen Diskurs ausgetragen, so Hans-Joachim Maaz weiter, der das Ende der Demokratie schon gekommen sieht, denn es herrscht bereits ein autoritäres System. Das mag sich für den ein oder anderen verstörend anhören, deckt sich aber auch mit meinem Beobachtungen und erscheint mir auch nur folgerichtig. Dem Ende des Taxis und dem damit verbundenen Austausch mit ganz unterschiedlichen Menschen, kann nur das Ende der Demokratie folgen. Was jetzt noch fehlt, ist, dass nicht die Verantwortlichen bestraft werden, sondern wie so oft die Überbringer der schlechten Nachricht. “Der Überbringer schlechter Nachrichten wird geköpft.” – So war es früher. Ich bin gespannt, wie es heute ist. Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.
Video YouTube
Text TaxiBerlin

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