Auch heute war ich wieder mit dem Fahrrad in Berlin unterwegs. In der Neuköllner Friedelstraße bin ich auf obiges Graffito gestoßen. Sofort fing ich an zu überlegen, was es zu bedeuten hat. Erst einmal lässt sich feststellen, dass es existiert, also das Graffito. Aber glaubt derjenige, der es an die Wand geschrieben hat wirklich, dass Demokratie nicht demokratisch ist? Muss nicht, wenn Demokratie drauf steht, auch Demokratie drin sein? Und wenn die Demokratie nicht mehr demokratisch ist, ist sie dann überhaupt noch eine Demokratie? Ich frage das, weil davor ja immer gewarnt wird, also dass alle Populisten, egal ob von links oder von rechts, die Demokratie abschaffen wollen. Aber was ist, wenn sie schon längst abgeschafft wurde, und zwar von Menschen, die sie „penetriert“ haben, und dies auch ganz offen zugeben. So würde obiges Graffito Sinn machen, aber nicht nur das. Die größte Gefahr für die Demokratie ginge dann von denjenigen aus, die dies sehenden Auges zugelassen haben und bis heute zulassen, dass die Demokratie nicht mehr demokratisch ist, weil sie am Ende nur noch mit dem Warnen beschäftigt waren und darüber die Analyse, also das „Sagen, was ist!“, komplett vergessen haben. Davor kann auch nicht mehr gewarnt werden – man muss es als gegeben feststellen.
Foto&Text TaxiBerlin
Die Züge sind voll, die Informationstafeln leer und die Bahnhöfe eine einzige Baustelle. Dass deswegen meine Regionalbahn nicht ab Ostkreuz sondern ab Ostbahnhof fährt, wie es im Internet steht, hätte ich wissen müssen, so die Frau am Informationsschalter. Und sie hat recht: bestimmte Dinge muss man einfach wissen. Beispielsweise was „steril“ bedeutet. Im Zug sagte eine Frau, die, wie ich erfahren musste, in einem Labor arbeitet, in dem Impfstoffe hergestellt werden, dass sie „steril“ sei, weil das Labor steril ist. Ob das Labor wirklich steril ist, das weiß ich nicht. Was ich weiß, ist, dass wenn eine Person „steril“ ist, sie entweder „nur“ nicht zeugungsfähig ist, oder bereits tot. Das scheint mir festzustehen. Bei der Frau ging es um die Frage, ob sie im Zug eine Maske tragen soll oder nicht. Am Ende war sie die einzige, die eine Maske trug. Ein Schaffner, der das kontrolliert hätte, kam nicht vorbei. Alleine deswegen kann ich das Zugfahren sehr empfehlen, aber auch, weil man viel lernt im Zug, praktisch wie im Taxi, nur noch gewaltiger.
PS: Die Idee der Frau war, dass alle anderen eine Maske tragen, nur sie nicht, weil sie „steril“ ist. Aus der Idee konnte aber, auch mangels Kontrollen, nichts werden.
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Das interessante in Berlin sind gerade die Graffitis. Sie drücken das unausgesprochene aus. Das, was die Menschen zwar denken, aber nicht sagen. Obiges Graffito weist auf die illegale Bebauung des ehemaligen Todesstreifen an der East-Side bei mir im Friedrichshain hin. Illegal deswegen weil, die East-Side, das längste erhaltene Stück Mauer, unter Denkmalschutz steht und damit nicht verändert und schon gar nicht bebaut werden darf. Außerdem muss in Berlin überall der Zugang zum Wasser, in dem Fall die Spree, für jeden zugänglich sein. Kapital schafft aber nicht nur mit unerlaubten Hausbauten Fakten. Kapital schafft auch in Sachen Impfung und Impfstoff Fakten schaffen. Mann muss den Menschen nur ausreichend Angst machen, damit sie sich impfen lassen. Angst als Herrschaftsinstrument ist ein alter Hut. So viel Angst, wie seit zwei Jahren tagtäglich verbreitet wird, so viel Angst gab es nicht einmal in der DDR. Aber nicht nicht nur das. Die DDR hätte gar nicht das Geld gehabt, so viel Impfstoff zu kaufen, der jetzt weg muss, weil man ihn sonst wegschmeißen muss. Man bewahrt den bereits bezahlten alten Impfstoff aber nicht nur vorm Wegschmeißen, sondern schafft gleichzeitig Platz für neuen. Das Spiel beginnt gerade von Neuem. Es geht jetzt aber schon lange genug (und eigentlich müsste auch ich schon tot sein, was ich aber nicht bin – im Gegenteil), dass nun auch der letzte mitbekommen haben müsste, dass es in Sachen Impfung nicht um Gesundheit geht, sondern ums Geschäft. (Typen wie Lauterbach sind früher, als die Politik noch nicht von ihnen „penetriert“ war, von Tür zu Tür gezogen, um ihren Scheiß zu verkaufen.) Auch hier schafft Kapital Fakten, und dass schon seit mehr als zwei Jahren mittels permanenter Angst- und Panikmache und neuerdings auch mit Kriegsangst. Auch bei der scheint es mir vor allem ums Geschäft zu gehen. Denn mit einem kurzen Krieg kann man sich dumm verdienen, mit einem langen aber dumm und dämlich.
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Ich bin in den letzten Tagen viel mit dem Fahrrad durch die Stadt gefahren und musste feststellen, dass das Leben auch in der deutschen Hauptstadt weitergegangen ist. Auf den ersten Blick sieht alles so wie immer aus, beim genaueren Hinsehen ist aber nicht zu übersehen, dass die Verblödung in Berlin weiter zügig vorangeschritten ist. Eine Verblödung, die ganz aktuell mittels Plakaten nach „mehr Sex“ verlangt. Früher sagten wir dazu „dumm fickt gut“, aber da hatten die Menschen immerhin noch Sex gehabt. Der ist „arm aber sexy“ schon vor Jahren abhanden gekommen, was bedeutet, das ist die einzig gute Nachricht, dass alles was größer ist als Null, bereits „mehr“ ist. Darüber hinaus soll dieses „mehr“ an Sex durch das bedingungslose Grundeinkommen erzielt werden. Offensichtlich hat man in der deutschen Hauptstadt noch nicht begriffen, dass ein Grundeinkommen nie bedingungslos sein wird. Es wird an Bedingungen geknüpft sein und nur gegen Wohlverhalten geben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird es genauso wenig geben wie bedingungslosen Sex. Aber gut, wer sonst kein Probleme hat, der probiert es halt mal aus. Ihm sei gesagt, dass der Sex zu den Dingen im Leben gehört, die es üblicherweise umsonst gibt. Wenn man allerdings der Meinung ist, man müsse sich von seinen Mitmenschen fern halten, und dies scheint mir das eigentliche Problem zu sein, dann sieht es schlecht aus mit dem Sex. Sex ohne Körperkontakt ist schlechterdings nicht möglich. Wer weiterhin denkt ausprobieren zu müssen, mittels Grundeinkommen an Sex heranzukommen, dies aus diesem Grund einfordert, dem ist aus meiner Sicht nicht mehr zu helfen.
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