Das ist die Wechselstube in der Graf-Ignatiev-Straße in Sofia mit den besten Wechselkursen, vor der es immer eine kleine Schlange gibt. Der Herr links wechselt kein Geld, sondern die Ziffern auf der analogen Tafel. Seit Kriegsbeginn bekommt man mehr Lewa für den Dollar. Da ich keine Dollar sondern Euro habe, an den der Lewa fix gekoppelt ist (1 Euro sind etwa 1,95 Lewa), so wie er früher an die DM gekoppelt war (1 DM war 1 Lewa), der Fachbegriff ist „currency borad“, hat sich für mich (noch) nichts geändert seither. Etwas anderes ist auch so geblieben wie es war. Das wenige Geld, das ich habe, habe ich cash. Deswegen muss ich regelmäßig zu einer Wechselstube oder einer Bank, wobei ich lieber in einer Wechselstube mein Geld tausche, weil man dort nicht registriert wird. Auch in Bulgaren zahlen immer mehr insbesondere junge Menschen mit Karte. Warum das so ist, kann ich nur vermuten. So weit ich weiß, gibt es (noch) keine Studie, die beweisen würde, dass mit Karte bezahlen gesünder ist oder gar Leben retten würde. Ich kann jedem, der will, dass es auch morgen noch Bargeld gibt, nur empfehlen, heute bar zu bezahlen, und das möglichst alles. Fällt mir dazu noch ein: ein Freund von mir in Berlin hat neulich sogar sein Auto in bar bezahlt. Das ging auch, schließlich will das Autohaus seine Autos verkaufen.
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Gestern war ich in der bulgarischen Kantine in Sofia, wo ich zu Ostern schon mit meinem Freund essen war, und wo es uns beiden gut geschmeckt hat. Bulgarische Kantinen sind oft preiswert, aber nicht alle sind so gut wie die in der Ljuben-Karawelow-Straße 17 nahe der Graf-Ignatiew-Straße und unweit des Wassil-Lewski-Stadions. Da ich Appetit auf Fisch hatte, habe ich mir panierten Hecht geleistet, 340 Gramm für sechs Lewa und 80 Stotinki (drei Euro 40 Cent). Dazu eine Hühnersuppe für zwei Lewa und 50 Stotinki (ein Euro 25 Cent) und 220 Gramm Gurkensalat für zwei Lewa und 20 Cent (ein Euro 10 Cent). Insgesamt habe ich also 11 Lewa und 50 Stotinki (fünf Euro 75 Cent) bezahlt. Die Suppe hat nicht nur geschmeckt, sondern war sogar richtig heiß, was in Bulgarien eher ungewöhnlich ist. Der Gurkensalat war gut, aber der Fisch hätte etwas heißer sein können, war aber ansonsten OK.
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Matthias Zehnder aus Basel erklärt das Buch „Every“, das ich am Montag, also gestern, auf dem Flohmarkt in Montana gefunden habe. Ich kenne Matthias Zehnder nicht, oder besser noch nicht. Seine Zusammenfassung ist die beste, die ich im Internet finden konnte.
