Leben in Zeiten von Corona – Heute: Selbst das Umfallen geht heute schneller

Das hier und das hier und auch das hier

Die Zeit ist heute so schnelllebig, dass es passieren kann, dass du dich für etwas entschuldigen musst, was du noch gar nicht gesagt hast. Das ist vielleicht der wichtigste Grund, dass ich die analoge Welt der digitalen vorziehe, beispielsweise in Form von Büchern. Und da lese ich gerade „Vom Verlust der Freiheit“ von Raymond Unger, das mit folgendem Zitat von Rebecca Niazi-Shahabi eingeleitet wird, was das, was da gerade an den Künstlern und Künstlerinnen vorexerziert wird, die sich kritisch zu den Maßnahmen geäußert hatten, sehr gut erklärt:

Denn das Schlimme am Totalitarismus ist ja nicht, dass Böse Böses vorhaben, sondern dass das Gutgemeinte maßlos ausgedehnt wird, bis es schließlich alles andere in der Gesellschaft verschlingt. Der oder die „total Gute“ ist auch deswegen so gefährlich, weil die total Guten bis zum letzten Moment glauben, sie seien auf der richtigen Seite. Sie sind völlig blind für die Einsicht, dass man sich selbst begrenzen oder von anderen begrenzen lassen muss – gerade in seinen besten Absichten.

Foto&Text TaxiBerlin

Leben in Zeiten von Corona – Heute: Punktlandung

Die Hand fest am Schlagstock – dein Freund und Helfer
Neulich im Tiergarten/ früher Tiergarten / heute Neue Mitte

Voraussagen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Wer so wie ich, auf den Straßen und Plätzen unserer Stadt Zuhause ist, dem ist klar, dass spätestens nach Verabschiedung der so genannten Bundesnotbremse gestern nun auch im Bundesrat der Willkür Tür und Tor geöffnet sind. So gesehen ist das Buch „Vom Verlust der Freiheit“ von Raymond Unger, ich habe gestern darüber geschrieben, eine Punktlandung. Ich bin zwar noch nicht ganz durch mit dem Lesen, aber so viel kann ich jetzt schon mal sagen. Ich kann es jedem wirklich nur wärmstens empfehlen. Wer noch nicht weiß, was er an den länger werdenden Abenden Zuhause anstellen soll, der sollte es sich unbedingt besorgen und natürlich auch lesen. Die meisten Buchhandlungen Berlins haben es, wie ich gestern erfahren musste, zwar nicht vorrätig, man kann es aber dort bestellen. Wovon ich abrate, ist, es im Internet bei Amazon zu ordern. Dann lieber einmal zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur nächsten Buchhandlung – Ausweis nicht vergessen!    Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona – Heute: „Vom Verlust der Freiheit“ von Raymond Unger

 

Demnächst im Angebot – vielleicht

Heute ist Raymond Ungers neues Buch „Vom Verlust der Freiheit“ erschienen. In den Buchhandlungen ist es noch etwas schwierig zu bekommen, ich bin deswegen gerade nach Baumschulenweg geradelt. Eine schöne Tour, hin am Wasser entlang und zurück durch den Treptower Park, die sich auf jeden Fall gelohnt hat. Über das Buch kann ich noch nichts sagen, ausser dass es wie gesagt in den allermeisten Buchhandlungen unserer Stadt nicht zu bekommen ist. Man kann es dort aber bestellen, im Internet natürlich auch, es ist also keine „Bückware“. Der Titel erinnert mich daran, was ein anderer kluger Mann mal gesagt hat: „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“ Wer ihn gesagt hat, fällt mir gerade nicht ein. Wichtiger ist sowieso, ob er wahr ist, oder zumindest nah dran ist an der kritischen Wahrheit. Bevor „Vom Verlust der Freiheit“ in meinem Bauchladen zu haben ist, muss ich es selbst erst einmal lesen. (Und natürlich auch nur, wenn ich es nicht für mich behalten will, was ich für absolut denkbar und sogar sehr wahrscheinlich halte.) Da ich aber täglich neue Bücher einstelle, lohnt es sich auch so immer mal wieder hier vorbeizuschauen. Wem der Name Raymond Unger gar nichts sagt, dem empfehle ich in diese Sendung von „Hier spricht TaxiBerlin“ reinzuhören, denn da war der Autor unser Studiogast.      Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

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Leben in Zeiten von Corona – Heute: „Achtung Achtung – Das Virus wird jetzt aktiv*iert!“

 

Gestern im Tiergarten
früher Tiergarten / heute Neue Mitte

Die Polizei macht es mal wieder vor. Wo sie ist, da ist kein Virus, weswegen Polizisten auch keinen Abstand halten müssen, und das praktisch von Anfang an. Nun ist es gelungen, das Virus weiter zu trainieren bzw. abzurichten. Ob dies durch die Polizei geschah, ist noch geheim. Was jetzt bekannt geworden ist, ist, dass das Virus in Zukunft nur noch Nachts aktiv ist – deswegen die Ausgangssperren. Am Anfang wird es so sein, dass die Polizei noch durch die Straßen fahren und das Virus darüber informieren muss. Und zwar völlig analog, denn Corona ist noch nicht online. Das Thema ist natürlich online und nicht nur dort omnipräsent. Aber das Virus selbst ist noch analog. Das wissen viele nicht, das macht es auch so gefährlich, weil die meisten Menschen praktisch nur noch virtuell leben. Jedenfalls wird die Polizei anfangs noch durch die Straßen fahren und das Virus mittels Durchsagen informieren. Ob das funktioniert, das weiß heute noch keiner. Aber da sich das Virus wie gesagt von der Polizei fern hält, weswegen Polizisten auch keinen Abstand halten müssen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass das Virus auf die Polizei hört. Ich meine natürlich auf ihre Durchsagen: „Achtung, Achtung! Das Virus wird jetzt aktiv*iert!“   Also spricht TaxiBerlin, kannste glauben.

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