Leben in Zeiten von Corona – Heute: Wollt ihr den totalen Lockdown? – JA!!!

Selchower Straße im Schillerkiez

früher Neukölln / heute Neukölln

Kaum ist der Mietendeckel gekippt, ziehen die ersten um bzw. aus. Genau genommen reservieren sie nur ihren Platz oder markieren ihren Ort, an dem sie demnächst leben wollen, besser müssen. Zum Glück gibt es Dank des Lockdowns keine Party People in der Stadt, sonst würde es jetzt schon eng sein auf den Straßen und Plätzen Berlins. Deswegen, und sozusagen als Schutz vor dem Rauswurf aus der Wohnung, die du demnächst nicht mehr bezahlen kannst, empfehle ich auf die Frage „Wollte ihr den totalen Lockdown?“ mit „JA!!!“ zu antworten.      Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.
Foto&Text TaxiBerlin

Leben in Zeiten von Corona – Heute: Wir müssen alle sterben

 

Gut, wir müssen alle sterben – irgendwann einmal, aber die Menschen in obigem Video ganz aktuell in den Straßen von Londons Party-Bezirk Soho, einige Straßen wurden extra für die Party People gesperrt, sind praktisch dem Tode geweiht. Party machen in der schlimmsten Pandemie überhaupt, in der es um Leben und Tod geht, das kann nicht gut gehen! Dazu muss man wissen, dass Party People mir schon lange nicht nur in meinem Taxi, aber auch dort, ein Dorn im Auge waren. Warum, weshalb und wieso? Das würde an dieser Stelle zu weit führen. Was du wissen musst, ist, dass ich Party People manchmal regelrecht den Tod gewünscht habe, als ich mit meinem Taxi „on the road“ und noch kein Trockener Taxifahrer war, der nunmehr vor über einem Uber-Corona-bedingt „aus dem Verkehr gezogen“ wurde. Dass diese Menschen jetzt bald sterben werden, damit habe ich nichts zu tun. Um das für mich klar zu kriegen, schreibe ich diesen Beitrag. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, könnten Party People aber auch der Ausweg aus dem Dauer-Lockdown sein. Ich meine, viele dezentrale Partys beispielsweise auch in meinem Kiez, dem Friedrichshain, das Berliner Soho, könnten die Staatsmacht nicht nur herausfordern, sondern ganz und gar überfordern. Keine Ahnung, ob man solche Gedanken haben darf. Ich habe sie einfach. Ob die Party People Triage nun das Mittel der Wahl ist, diese Frage erübrigt sich. Denn wie ich schon im Titel schrieb: Wir müssen alle sterben.      Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.
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Text TaxiBerlin

Leben in Zeiten von Corona – Heute: Von Krankheits- und anderen Gewinnen

 

Friedelstraße Ecke Maybachufer
früher Neukölln / heute Neukölln
Mann und auch Frau kann nicht nur aus allem einen Gewinn erzielen heutzutage, sondern soll es auch, selbst aus einer Krankheit. Nur Patienten dürfen sich beispielsweise auf die grüne Bank vor der Apotheke an der Friedelstraße Ecke Maybachufer setzen. Was unklar ist, ob der Erkrankte Symptome haben muss oder nicht. Also die Frage: Kann ein Mensch, dem es gut geht, gleichzeitig Patient sein? Ich denke ja, denn dann kann er sich auf die grüne Bank setzen. Gut, wird der ein oder andere jetzt sagen, das ist aber kein großer Gewinn, den Mann und auch Frau da hat, wenn er sich „nur“ auf die Bank setzen darf. Andererseits ist es aber auch so, dass viele jetzt kleinere Brötchen backen müssen. Zugegeben, nicht alle, manch ein Mann und auch Frau macht auch gerade größere Gewinne als zuvor. Aber doch so einige Männer und auch Frauen müssen den Gürtel seit einiger Zeit enger schnallen, und mit jedem Tag werden es mehr. Gestern Nachmittag zum Beispiel wurde nicht nur ich an obiger Ecke im Minutentakt von Menschen, vorzugsweise Männern, um ein paar Cent angebettelt. Schwer zu sagen, wie groß deren Gewinn war, und ob der möglicherweise größer ist als der Krankheitsgewinn von Patienten, egal ob mit oder ohne Symptome, denen es erlaubt ist, auf der grünen Bank Platz zu nehmen. Von den bettelnden Menschen, es waren wie gesagt fast nur Männer, hat sich jedenfalls keiner auf die grüne Bank gesetzt. Wahrscheinlich sind die vielen Bettler einfach schon DAS neue „Normal“.    Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.
Foto&Text TaxiBerlin

Leben in Zeiten von Corona – Heute: Banksy verbessern in Berlin

 

Graefestraße
früher Kreuzberg / heute Friedrichshain-Kreuzberg
Keine Ahnung, ob man Banksy noch verbessern oder gar korrigieren kann. Was ich weiß, ist, dass sich das Banksy-Buch in meinem Bauchladen nur schwer verkauft hat, obwohl ich schon mit dem Preis runter gegangen war. Zum Schluss habe ich es förmlich verschenken müssen, um es los zu werden. Bücher fressen zwar kein Brot, können einem aber ganz schön den Platz rauben. Und vermutlich hat den Banksy am Ende nur jemand gekauft, weil Berlin seit einiger Zeit mit Banksy-Plakaten praktisch zugekleistert ist. Kleister hat nun dem, der Banksy da aktuell korrigiert hat, offensichtlich gefehlt. Um seine Maske fliegen zu lassen, musste er, also der Banksy-Verbesserer, auf Absperr-Klebeband zurückgreifen, das auf eine Bank im Kreuzberger Graefe-Kietz geklebt war, damit man sich nicht draufsetzen kann. So weit sind wir schon! Was wohl Banksy zu Bänken sagen würde, auf die man sich nicht setzen darf?   Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.
Foto&Text TaxiBerlin

Leben in Zeiten von Corona – Heute: Das Kommende

 

Was auf viele von uns zukommt, zeigt der Film „Nomadland“ der chinesischen Regisseurin Chloé Zhao, der gerade ganz aktuell und völlig zu Recht einen Preis erhalten hat und auch noch einige erhalten wird. Verarmte alte Menschen ziehen wie Nomaden durch die Vereinigten Staaten, um noch irgendwo Arbeit zu bekommen, die sie über Wasser hält. Das sind zugegeben keine schöne Aussichten, aber schon Buddha sagte, dass Leben Veränderung sei. Als jemand, der sein halbes Leben auf der Straße verbracht hat, freue ich mich, dass es auf ihr für mich weitergeht. Denn darauf bin ich bestens vorbereitet, das habe ich gelernt. Ich kann und kenne halt die Straße nur und sonst gar nichts … Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.
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Text TaxiBerlin

Leben in Zeiten von Corona – Heute: „Die haben die Kappe auf …“

 

Demnächst „Ungespritzte“?

Neulich beim Treffen der Trockenen Taxifahrer, zu denen ich dreimal die Woche gehe, meinte ein Kollege, der so wie ich auf dem Trockenen sitzt, dass er sich mit vielen gar nicht mehr unterhalten könnte, weil sie die Kappe aufhaben. Auch ohne dass der Kollege sagte, welche Kappe er genau meinte, wusste alle welche gemeint ist: Die Tarn-Kappe war es nicht, und auch nicht die Narren-Kappe – obwohl, vielleicht ja doch!? Bei denen, die aktuell eine Kappe tragen, gibt es einige Hundertfünfzigprozentige, wie wir früher sagten. Das sind auch jetzt die schlimmsten. Die meisten Kappenträger sind aber auch heute harmlose Mitläufer, die immer irgendwo dazugehören müssen. Nirgendwo dazuzugehören macht den meisten Menschen große Angst. Auch deswegen die Treffen der Trockenen Taxifahrer, die immer noch ohne Maske, also von Angesicht zu Angesicht, stattfinden. Selbst bei den Trockenen Taxifahrern gibt es Ex-Kollegen, die sich impfen lassen wollen. Was man hat, das hat man, sagen sie sich. Auch beim Impfen geht es darum, irgendwo dazuzugehören. Wenn alle geimpft sind, die sich impfen lassen wollen oder, wenn sie Arbeit nicht verlieren wollen, müssen, das gibt es auch, dann sind diese geschützt, und man könnte praktisch aufhören mit dem Impfen. Gut, dann würden die von uns allen bezahlten Taxifahrten von und zu den Impfzentren wegfallen, praktisch die einzige Einnahmequelle für noch sich auf der Straße rumtreibende Taxifahrer. Die gibt es auch noch, und sie sind es auch, die wollen, dass alle geimpft werden. OK, das Zeug ist einmal da, warum einfach so wegkippen, und ein bisschen Geld lässt sich damit wohl auch verdienen. Und wenn etwas passiert, was besser nicht passieren sollte, dann hat es nicht nur keiner gewusst, sondern niemand ist verantwortlich. Dass es mit dem Impfen trotzdem weiter geht, selbst wenn schon alle geimpft sind, dahinter stecken aber einzig und allein die noch auf der Straße rumhängenden Taxifahrer. Die haben die Kappe auf …  Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

Foto&Text TaxiBerlin

Leben in Zeiten von Corona – Heute: „Wir brauchen neue Verschwörungstheorien!“

 

Fehrbelliner Platz
früher Wilmersdorf / heute Charlottenburg-Wilmersdorf
Neulich beim Treffen der Trockenen Taxifahrer, zu denen ich regelmäßig dreimal die Woche gehe, meinte ein Kollege, also ein gewesener, so wie ich auf dem Trockenen sitzender Taxifahrer, dass wir neue Verschwörungstheorien brauchen würden, weil die alten alle wahr geworden wären. Keine Ahnung, ob das jetzt stimmt, ob wirklich alle Verschwörungstheorien sich als Wahrheit herausgestellt haben. Dafür gibt es einfach zu viele Verschwörungstheorien und so genannte Verschwörungstheorien, und offiziell werden ja auch immer mehr Theorien verbreitet, die angeblich wahr sind, sich aber im Nachhinein als Verschwörungstheorien herausstellen, beispielsweise die Aussage, dass es keine Impfpflicht geben werde. Was auf jeden Fall stimmt, ist, dass gewisse Aufkleber unleserlich gemacht werden, praktisch bevor sie aufgeklebt werden. Dieses Phänomen gibt es sowohl in Charlottenburg-Wilmersdorf, als auch in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg. Das ist also keine Verschwörungstheorie, wenn dann eher eine Verschwörungspraxis beziehungsweise Antiverschwörungspraxis, je nach Sichtweise. Und das erinnert mich daran, dass es das schon vor nunmehr 35 Jahren gab. Damals hatte jemand „Freiheit für Vera!“ an eine Hauswand gesprüht. Daraufhin musste die Staatsmacht noch selbst aktiv werden, genau war es die Stasi. Heute, wo es zum Glück keine Stasi mehr gibt, erledigen das Mitläufer, also praktisch inoffizielle Mitarbeiter. Für wen genau sie arbeiten, das wissen sie meist selbst nicht. Wer es weiß, soll sich bitte melden. Bis dahin bleibt es dabei, dass es Mitläufer, aber auch nützliche Idioten des Neoliberalismus sind. Obwohl, etwas genauer kann man da glaube ich schon werden. Das meinte auch der Kollege beim Treffen der Trockenen Taxifahrer. Da es sich in der Regel um Jünger des Dekonstruktivismus handelt, die alles von einander zu trennen versuchen, um damit jeglichen Zusammenhang zu leugnen, kann man sie auch als Zusammenhangsleugner bezeichnen. Vermutlich ist das auch wieder nur eine Verschwörungstheorie, die sich aber möglicherweise später als wahr herausstellt. Den Slogan „Freiheit für Vera!“ gab es damals wie gesagt wirklich. Die Stasi hat den, der ihn an die Hauswand geschrieben hatte, auch dank ihrer Mitläufer, Verzeihung inoffiziellen Mitarbeiter ausfindig gemacht und aus dem Land gekickt. Das geht heute „Dank“ Corona nicht mehr. Auch da soll es aber schon Ausnahmen geben. Schwindelexperten (das sind die, die sich mit dem Schwindeln, also mit dem Lügen auskennen), die hierzulande mit dem Tod bedroht werden, sollen sich schon nach Afrika abgesetzt haben. Auch das vermutlich nur eine Verschwörungstheorie, die allerdings schon wahr geworden ist, glaubt man dem ebenfalls auf dem Trockenen sitzenden Kollegen beim Treffen der Trockenen Taxifahrer. Was auf jeden Fall wahr ist, ist, dass mit „Freiheit für Vera!“ Vera Wollenberger gemeint war, die damals nicht in Afrika sondern im Volkseigenen Knast saß, und die heute Vera Lengsfeld heißt. Also sprach TaxiBerlin, kannste glauben.

Weserstraße
früher Neukölln / heute Neukölln 

Reichenberger Straße
früher Kreuzberg / heute Friedrichshain-Kreuzberg
Fotos&Text TaxiBerlin